Ganderkeseer Wochenmarkt Warum einige Standbetreiber nicht zufrieden sind

Die Kundschaft ist zwar da am Stand des Obst- und Gemüsehändlers Matschinski, aber die Betreiber vermissen Wasseranschlüsse. Foto: Vincent BußDie Kundschaft ist zwar da am Stand des Obst- und Gemüsehändlers Matschinski, aber die Betreiber vermissen Wasseranschlüsse. Foto: Vincent Buß

Ganderkesee. Nach einem baubedingten Umzug an die Wittekindstraße steht der Ganderkeseer Wochenmarkt wieder an der Rathausstraße. Doch nicht alle Standbetreiber sind zufrieden.

Freitagmittag, kurz nach 14 Uhr: Die Standinhaber auf dem Wochenmarkt erwarten ihre Kundschaft. Doch mehr als fünf Menschen tummeln sich an keinem Stand, viele Wagen stehen zwischendurch leer. „Bei uns war an der Wittekindstraße mehr los“, berichtet Stefan Bruns, Inhaber des Gemüsehofs Bruns aus Bergedorf. Bruns vermutet, dass der Besucheranstieg am Durchgangsverkehr vom nahegelegenen Bahnhof gelegen habe. „Es waren andere Kunden“, erzählt er. „Manche wussten vorher gar nicht, dass Ganderkesee überhaupt einen Wochenmarkt hat.“

Am Stand von Geflügel Krupke sieht man das ähnlich, auch wegen des Durchgangsverkehrs: „Die Wittekindstraße war auch nicht schlecht“, sagt die Verkäuferin Tanja Sieber. Zudem sei es auf dem Marktplatz schwieriger geworden, seitdem die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) von der Rathausstraße weggezogen sei. „Es gibt jetzt weniger Laufkundschaft“, findet Sieber. Dafür kommen der Verkäuferin zufolge mehr Stammkunden auf den Marktplatz.

Parkplätze sind Marktleuten zufolge ein Problem

Sieber macht aber noch ein anderes Problem aus: mangelende Parkplätze. Zwar finden sich auf dem Marktplatz Parkmöglichkeiten, doch diese müssen laut Sieber vor und nach dem Wochenmarkt frei sein. Sonst könnten die Standbetreiber nicht mehr herunterfahren. Ihr Vorschlag: Die Parkplätze während der Öffnungszeiten freigeben. Außerdem wünscht sich die Verkäuferin, dass das Pflaster begradigt wird. „Gerade im Winter ist es rutschig.“

An den silbernen Parkplatzbegrenzungen im Boden stören sich auch einige Marktleute. Foto: Vincent Buß

Gerd Pußack, Inhaber der Hausschlachterei Pußack, merkt an seinem Stand keinen Unterschied. „Es könnten aber insgesamt mehr Kunden sein“, findet er. Auch Pußack stört sich an der Parksituation. Und an den kleinen silbernen Kappen auf dem Boden, die die Parkplätze begrenzen. „Die Leute stolpern darüber.“

Laut Standbetreibern fehlt das Wasser

Den Marktplatz ganz klar besser findet Anke Schwarting von der Bäckerei Timmermann. „Die älteren Leute trauten sich nicht an die Wittekindstraße“, erzählt sie. „Wegen des Straßenverkehrs.“ Sie vermisst jedoch Wasseranschlüsse für die Stände. Momentan holen sich die Marktleute ihr zufolge das Wasser in Eimern aus einem Privathaushalt. „Nun haben sie schon umgebaut und vergessen so etwas.“ Auch beim Obst- und Gemüsehändlerin Helga Matschinski wünscht sich einen Wasseranschluss. Mit dem Standort ist sie zufrieden: „Ein Markt gehört auf den Marktplatz, das belebt den Ort.“

Das denken die Kunden

Viele Kunden sprechen sich ebenfalls für den Marktplatz aus. „Weil er nicht so nah an der Straße liegt“, findet etwa Alex Kannemann. Die Parksituation halten sie wie einige andere auch für kein Problem. So stellt die Ganderkeseerin Dagmar Eichhorn ihr Auto vor der Apotheke ab. „Dann muss man eben ein Stück laufen“, sagt sie. Hans-Joachim Ruhloff empfiehlt außerdem, Fahrrad zu fahren. Der Ganderkeseer würde jedoch eine größere Auswahl an Ständen begrüßen. Auch Anastasia Trenkamp hat einen Wunsch: einen Stand mit Bioware.


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