Tagung mit Minister Lies in Hatterwüsting Wasserbüffel haben sich in der Landschaftspflege bewährt

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Experten und Prominenz bei Wasserbüffel-Tagung in Hatterwüsting: (von links) Helmut Hinrichs (SPD), Astrid Grotelüschen (CDU), Dragos Pancescu (Grüne), Gastgeber Peter Biel, Axel Brammer (SPD), Umweltminister Olaf Lies (SPD), Susanne Mittag (SPD), Christian Pundt (Bürgermeister Hatten) und Landrat Carsten Harings. Foto: Thomas DeekenExperten und Prominenz bei Wasserbüffel-Tagung in Hatterwüsting: (von links) Helmut Hinrichs (SPD), Astrid Grotelüschen (CDU), Dragos Pancescu (Grüne), Gastgeber Peter Biel, Axel Brammer (SPD), Umweltminister Olaf Lies (SPD), Susanne Mittag (SPD), Christian Pundt (Bürgermeister Hatten) und Landrat Carsten Harings. Foto: Thomas Deeken

Hatterwüsting. Prominenter Besuch beim Förderverband zum Einsatz des Wasserbüffels als Landschaftspfleger: Umweltminister Olaf Lies (SPD) kam am Samstag nach Hatterwüsting, um die Arbeit des Verbands zu würdigen.

Der Wasserbüffel hat sich in der Landschaftspflege bewährt, um Kulturlandschaften zu erhalten. Das hat Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Samstagvormittag in Hatterwüsting (Gemeinde Hatten) bei der zehnten Jahrestagung des Internationalen Förderverbands zum Einsatz des Wasserbüffels als Landschaftspfleger in Europa (IFWL) betont. Feuchtwiesen und Moore bezeichnete der Minister als ideale Einsatzgebiete. Es gebe aber auch Einsatzmöglichkeiten im Bereich von Hochwasserschutzgebieten.

Lob für Verband

Lies war Ehrengast der Tagung, bei der er dem IFWL mit dem Sandkruger Peter Biel an der Spitze viel Lob aussprach: „Was ihr hier macht, ist von großer Bedeutung.“ Würde es Wasserbüffel – wie andernorts Schafe und Rinder – in der Landschaftspflege nicht geben, würden die Kulturlandschaften nicht so aussehen, wie man sie heute vorfindet.

Anspruchslos in Haltung und Fütterung

Wasserbüffel-Experten zufolge sind die Tiere genügsam und anspruchslos in Haltung und Fütterung und können Grob- und minderwertiges Futter wie Binsen, Ampfer, Schilf, Brennnesseln, Disteln, minderwertiges Stroh und Heu gut verwerten. Ein besonderer Pluspunkt: Durch die Art dieser Landschaftspflege würden sich beispielsweise auch wieder Amphibien und Käferarten ansiedeln, die es früher mal gegeben habe.

Von Wolf bis Klimawandel

Lies sprach aber nicht nur über die Vorzüge des Wasserbüffels und hob erfolgreiche Projekte wie am Steinhuder Meer hervor. Er berichtete auch aus anderen Bereichen des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes, versicherte, dass nach Lösungen beim Thema Wolf gesucht werde, dass dabei aber auch der Artenschutz ernst genommen werden müsse. Und er berichtete über den Klimawandel. Sein Kommentar: Die hohe CO2-Konzentration sei deutlich spürbar und wissenschaftlich belegbar, ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben.

Politische Prominenz bei Tagung

Wie ernst die Politik das Thema Landschaftspflege nimmt, wurde durch den Besuch weiterer prominenter Gäste deutlich: So folgten die beiden Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU) aus Ahlhorn und Susanne Mittag (SPD) aus Delmenhorst ebenso der Einladung wie Landtagsabgeordneter Dragos Pancescu (Grüne) aus Brake. Quasi ein Heimspiel hatte Landtagsabgeordneter Axel Brammer (SPD) aus Kirchhatten. Darüber hinaus war Landrat Carsten Harings mit dabei, der Peter Biel nach jahrelangen Anfragen versicherte: „Wir haben neu Ideen, wo wir Wasserbüffel im Landkreis ansiedeln könnten.“ Details verriet er aber noch nicht.

Grotelüschen Patentante bei Kuh Olga

Grotelüschen wies darauf hin, dass Wasserbüffel inzwischen schon eine größere Wertschätzung und einen höheren Bekanntheitsgrad in der Region hätten. Sie selbst sei Patentante von Wasserbüffelkuh Olga, die in Huntlosen zu Hause sei und sich bisher als äußerst gebärfreudig erwiesen habe. Mittag merkte an, dass das Thema Wasserbüffel möglicherweise auch für Landwirte attraktiv sei. Die Tiere könnten auf Flächen eingesetzt werden, die vorübergehend nicht genutzt würden.

Mehr über Wasserbüffel in der Gemeinde Hatten lesen Sie hier.


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