Orts- und Heimatverein Ganderkesee Helfer bringen Hügelgrab am Hexenberg in Schuss

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Schriftwart Fritz Witte (links) und neun weitere Mitglieder des  Orts- und Heimatvereins Ganderkesee haben die Großsteingrabanlage am Hexenberg gepflegt. Foto: Thorsten KonkelSchriftwart Fritz Witte (links) und neun weitere Mitglieder des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee haben die Großsteingrabanlage am Hexenberg gepflegt. Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Eine archäologische Attraktion haben die Mitglieder des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee am Samstagvormittag von überschießendem Grün befreit. Neun Männer und Frauen rückten am Hexenberg an, um dem frühbronzezeitlichen Hügelgrab in der Nähe des Ganderkeseer Flugplatzes seinen Herbstschnitt zu verpassen.

Mit Sense, Harke, Rechen und Schubkarren brachten sie das rund 3000 Quadratmeter große Areal in Schuss. Zuvor hatte der Kommunalservice schon das Gras abgemäht. Der mit Feldsteinen besetzte Hügel wurde etwa 1700 vor Christus über einer Grabstätte errichtet. Er ist der letzte unberührte Hügel eines größeren Feldes, dessen übrige Hügel 1969 in einer Notgrabung untersucht wurden.

Anschließend wurde das Gebiet damals unter den Pflug genommen.

Grabfläche 1976 angekauft

1976 wurde die Fläche rund um den letzten ungeöffneten Hügel angekauft. „Die Gemeinde Ganderkesee und der Landkreis Oldenburg gaben je 6000 D-Mark, der Orts- und Heimatverein Ganderkesee konnte 1000 Mark beisteuern“, erinnert sich Fritz Witte, Schriftwart des Orts- und Heimatvereins. Spenden der Ganderkeseer Bürgern erbrachten damals weitere 5000 Mark. Das Gelände wurde mit einer Wallhecke eingefasst, die 1989 komplett neu bepflanzt wurde.

Pflege von Ehrenmal steht noch aus

Gepflegt wird Anlage seitdem jedes Jahr Ende September von den Mitgliedern des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee. Als kleines Dankeschön gab es auch am vergangenen Samstag anschließend wieder ein kleines Frühstück für die Ehrenamtlichen. Der Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder soll in diesem Jahr nicht der Letzte gewesen ein. „Demnächst wird das Ehrenmal an der Mühlenstraße von uns gepflegt“, blickt Fritz Witte voraus.


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