Fälle in Belgien Ganderkeseer Landwirte besorgt wegen Schweinepest

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Nur 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind in Belgien Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgestellt worden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpaNur 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind in Belgien Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgestellt worden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg Nachdem das Landwirtschaftsministerium mitgeteilt hat, dass bei zwei Wildschweinen in Belgien die Afrikanische Schweinepest festgestellt worden ist, wächst die Sorge bei den hiesigen Landwirten.

„Der Markt, könnte zusammenbrechen, wenn die Seuche Deutschland erreicht“, sagte Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes, auf dk-Nachfrage. Deutsches Schweinefleisch könne dann kaum exportiert werden. „Für Schweinebauern ist das eine Katastrophe“, unterstrich Wolff. Die Virusinfektion betrifft Wild- und Hausschweine und ist für den Menschen ungefährlich.

Landwirte befürchten Ausbruch in Deutschland

Landwirt Rainer Bücking äußerte ebenfalls Befürchtungen: „Wenn es heute in Belgien ist, kann es morgen bei uns sein.“ Bislang wütete die Seuche ausschließlich in Osteuropa und Russland. Er setze daher auf striktere Sicherheitsmaßnahmen im Stall und auf dem Hof. „Das fängt bei den Transport- und Lieferfahrzeugen an. Die müssen gründlich gereinigt werden“, sagte er. Auch müssten die Betriebe noch genauer darauf achten, ob andere Tiere in den Stall gelangen könnten. Trotz der Sicherheitsmaßnahmen glaubt Bücking nicht, dass die Seuche Deutschland verschont. „Die Frage ist nicht, ob die Pest Deutschland erreicht, sondern wann.“ Wie die beiden Wildschweine in Belgien infiziert wurden, ist bislang noch unklar.

Auch die Jägerschaft ist alarmiert. „Wir beobachten die Entwicklungen mit höchster Aufmerksamkeit“, sagte Hegeringsleiter Jan-Bernd Meyerholz. Schon jetzt werden Wildschweine intensiv bejagt, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.


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