K-Nord investiert Breitbandausbau schafft bei Ganderkeseer Entsorger Arbeitsplätze

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Viel Platz für die Erweiterung: (v.l.) Auf der Baustelle an der Weststraße studieren die örtlichen Bauunternehmer Timo und Hergen Hüneke mit Andreas Melle, Technischer Leiter von K-Nord, die Pläne. Auf 1, 2 Hektar entstehen Abstell- und Rangierflächen ebenso wie eine Lkw-Waage und ein Lagerbecken. Foto: Thorsten KonkelViel Platz für die Erweiterung: (v.l.) Auf der Baustelle an der Weststraße studieren die örtlichen Bauunternehmer Timo und Hergen Hüneke mit Andreas Melle, Technischer Leiter von K-Nord, die Pläne. Auf 1, 2 Hektar entstehen Abstell- und Rangierflächen ebenso wie eine Lkw-Waage und ein Lagerbecken. Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Fünf neue Arbeitsplätze schafft K-Nord in Ganderkesee mit der Erweiterung des Geschäftsfeldes. Nebeneffekt ist die bessere Trennung von Schwerlast- und Autoverkehr bei der Anlieferung von Wertstoffen.

Baumaschinen wälzen sich über den schweren Boden auf dem Feld neben K-Nord an der Weststraße. Sand wird aufgeschüttet und eingeebnet. Zwischendurch blickt Bauunternehmer Hergen Hüneke immer wieder mit prüfendem Blick auf die Baupläne.

Investition in siebenstelliger Höhe

Mit einer Investition „in siebenstelliger Höhe“, so Andreas Lange, Geschäftsführer des Ganderkeseer Spezialanbieters für die Entwicklung und Umsetzung von Entsorgungstechnologien, macht sich das Unternehmen K-Nord fit, um von der Breitbandoffensive des Bundes zu profitieren. Denn, um das Versprechen der Bundesregierung in die Tat umsetzen zu können, ab 2025 allen Bürgern einen Anspruch auf einen Breitband-Anschluss zu ermöglichen, müssen noch sehr viele Kabel verlegt werden. Das geht nicht ohne erhebliche Tiefbauarbeiten, die ebenso gewaltige Mengen an Aushub nach sich ziehen werden.

Kein Breitband ohne Bohrschlämme

Genau dort setzt K-Nord die Erweiterung seines Geschäftsfeldes an. „Der umfangreiche Ausbau des schnellen Internets ist verbunden mit einem vermehrten Aufkommen an Bohrschlämmen“, erläutert der Technische Leiter Andreas Melle.

Diese Schlämme seien nicht gefährlich, müssten aber einer geregelten Entsorgung zugeführt werden. Darauf will K-Nord sich bis zum Jahresende vorbereiten und lässt neben zusätzlichen Hof- und Lagerkapazitäten zwischen Bahnlinie und Eingang zum Firmensitz auch eine zweite Lkw-Waage sowie ein Betonbecken mit etwa 1200 Kubikmetern Kapazität samt mechanischen Behandlungsanlagen für die zu erwartenden Schlämme errichten.

Bis zu fünf neue Arbeitsplätze

Auch bis zu fünf neue Arbeitsplätze will der Betrieb schaffen. Bislang gibt es bei K-Nord an die 50 Beschäftigte.

„Zusätzlich wird auch der Lastwagenverkehr durch die Neugestaltung besser von anliefernden Privatkunden getrennt, die Wertsoffe, Sperrmüll oder Kompost anliefern. Auch das Rangieren wird einfacher“, sagt Melle.

Stolz ist das Unternehmen darauf, bei dem großen Projekt ausschließlich mit örtlichen Partnern zusammenzuarbeiten. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich die Firmen im Wettbewerb am Ende durchsetzen konnten“, sagt Geschäftsführer Lange. So könne Kaufkraft in der Region gehalten werden.

Viel Grün drumherum

An die eigene Umgebung denkt K-Nord auch bei der Ausstattung der neuen Anlage mit Grün. Nur Rund 1,2 Hektar des drei Hektar großen Geländes das 2012 hinzukam, werden nämlich bebaut.

„Die im Moment nicht genutzte Fläche soll noch ökologisch deutlich aufgewertet werden“, verspricht der Technische Leiter Andreas Melle.

So soll die Grundstücksgrenze zum Bahndamm hin bepflanzt werden und am westlichen Rand wird laut Melle eine rund 200 Meter lange Wallhecke angelegt. „Nach vorne hin entstehen auch noch ein Teich, ein großer Wiesenbereich sowie eine Streuobstwiese“, zählt er auf. Noch fehlt aber ein Bienenvolk. „Wir würden uns darum über einen interessierten Imker freuen“, blickt Melle voraus.


Ziel der Digitalen Agenda der Bundesregierung ist ein flächendeckender Zugang zu leistungsfähigen Breitbandanschlüssen bis 2025 in ganz Deutschland. Damit sollen Netzgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich ermöglicht werden. Dazu sind erhebliche Tiefbauarbeiten nötig. Um Zeit und Tiefbaukapazitäten einzusparen, werden bei der Verlegung der Breitbandkabel anstelle einer offenen Grabenbauweise auch Horizontal-Spülbohrverfahren angewendet. Doch der mittels Bohrlösungen herausgespülte Aushub muss entsprechend aufbereitet und entsorgt werden.

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