Jugendhof Steinkimmen Jugendhof Steinkimmen braucht Insolvenzbegleitung

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Jugendhof-Leiterin Kerstin Lehmann sucht mit Begleitung eines Insolvenzverwalterin nach Wegen aus der Krise. Archivfoto: Dirk HammJugendhof-Leiterin Kerstin Lehmann sucht mit Begleitung eines Insolvenzverwalterin nach Wegen aus der Krise. Archivfoto: Dirk Hamm

Steinkimmen Das Amtsgericht Delmenhorst hat für den Jugendhof Steinkimmen eine Insolvenzverwalterin eingesetzt. Der Betrieb läuft weiter.

Der Jugendhof Steinkimmen ist in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Über das Vermögen der gemeinnützigen Gesellschaft Viasol (Vereinte Integrations- und Arbeitssysteme Oldenburg-Land), dem Betreiber des Jugendhofs, ist ein Insolvenzantrag gestellt worden. Das Amtsgericht Delmenhorst hat jetzt die Oldenburger Rechtsanwältin Nadine Stahmann als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt.

Betrieb geht weiter

„Wir haben Gäste im Haus, und der Betrieb geht weiter“, berichtet Kerstin Lehmann, seit 2012 Viasol-Geschäftsführerin. In Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwalterin gehe es jetzt darum, Wege in die Zukunft des Jugendhofs zu suchen und zu finden.

Jahrzehntelange Geschichte

Der Jugendhof Steinkimmen ist 1952 vom Landesfürsorgeverband Oldenburg als Jugendbildungsstätte gegründet und 1956 von einem Trägerverein übernommen worden. 2005 gingen hier für längere Zeit die Lichter aus, weil die CDU-geführte Landesregierung nicht mehr bereit war, die auch politisch begründete Jugendarbeit mit einem sechsstelligen Betrag pro Jahr zu fördern.

Viasol seit 2007 aktiv

Viasol hat die Einrichtung 2007 wiederbelebt, unter anderem mit Angeboten für Schulverweigerer und für Jugendliche, die für den Übergang in die Arbeitswelt Unterstützung brauchen. Eine Zäsur gab es, als 2015 und 2016 unbegleitete jugendliche Geflüchtete in Steinkimmen betreut wurden.


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