Ganderkesee stellt Weichen neu Bäder und Sauna gehen in Eigenbetrieb auf

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Für das Freibad und das Hallenbad will Ganderkesee einen Eigenbetrieb gründen. Erste Aufgabe: Die Begleitung des aufwendigen Umbaus, für den das Freibad in der nächsten Saison geschlossen bleibt. Archivfoto: Reiner HaaseFür das Freibad und das Hallenbad will Ganderkesee einen Eigenbetrieb gründen. Erste Aufgabe: Die Begleitung des aufwendigen Umbaus, für den das Freibad in der nächsten Saison geschlossen bleibt. Archivfoto: Reiner Haase

Ganderkesee. Ganderkesee rundet mit einem Eigenbetrieb die Rekommunalisierung der Bäder ab. Auch die regioVHS wird zum Eigenbetrieb.

Die Gemeinde Ganderkesee will zum 1. Januar 2019 den Eigenbetrieb „Bäderbetrieb Ganderkesee“ gründen. Die Konsequenz aus der Anfang 2017 wirksam gewordenen Entscheidung, sich vom privaten Partner Aquapark zu trennen, ist am Donnerstag im Finanz- und Wirtschaftsausschuss einstimmig bei Enthaltung des FDP-Ratsmitglieds Jürgen Struthoff unterstützt worden. Der Gemeinderat soll am 20. September endgültig über die Gründung des Eigenbetriebs entscheiden.

Rekommunalisierung abgerundet

Der Eigenbetrieb wird neben die seit 2017 agierende Bad GmbH gestellt, deren einziger Gesellschafter die Gemeinde ist. Die Rekommunalisierung der Bäder und des Sauna-Huus ist damit abgerundet. Die Bad GmbH ist vor allem für die alltäglichen Abläufe zuständig. Der Eigenbetrieb bekommt die Immobilien übertragen, soll sie verwalten und das Frei- und das Hallenbad, das Kursbecken, die Sauna und die Gastronomie strategisch weiterentwickeln. Bürgermeisterin Alice Gerken entscheidet, wer den Eigenbetrieb führt und mit Bad-Geschäftsführer Henry Peukert zusammenarbeitet. Es sollte ein Insider sein: Die Sanierung mit Ausfall der Saison 2019 im Freibad läuft schon.

Auch VHS wird Eigenbetrieb

Auch die regioVHS soll ab Januar 2019 als Eigenbetrieb geführt werden. Für das Projektgeschäft soll eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet werden. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss unterstützt das Vorhaben einmütig und sagt auch Ja zu 175.000 Euro Kapitaleinlage aus dem Gemeindehaushalt für die Gesellschaft. Mit diesem Grundstock sollen die Geschäfte am Laufen gehalten werden, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Auftraggeber zahlreicher Deutsch- und Integrationskurse, Projektgebühren nicht zügig genug begleicht. Die Einlage wird hoffentlich nie zum Zuschuss“, sagte Fachdienstleiter Matthias Meyer auf Nachfrage des UWG-Ratsmitglieds Carsten Jesußek.

Mit ins Boot der EWE Netz

Für die einzige Gegenstimme des Abends sorgte der Grüne Dr. Volker Schulz-Berendt. Er hält nichts davon, dass sich die Gemeinde mit gut 10.000 Euro Gesellschafter der EWE Netz wird. „Die EWE vertreibt immer noch Kohlestrom“, lautete seine Begründung. Für die anderen Fraktionen überwiegt das Argument, dass die Gemeinde schneller an Informationen über die Versorgungsnetze kommt.


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