Kindergärten in Hude Neue Kita in Hude fällt eine Nummer größer aus

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Carsten Raschen ist sich mit den Huder Kindern einig: Der schon um Mobilbauten für Krippenkinder verkleinerte Spielplatz an der Jägerstraße muss Spielplatz bleiben. Archivfoto: Reiner HaaseCarsten Raschen ist sich mit den Huder Kindern einig: Der schon um Mobilbauten für Krippenkinder verkleinerte Spielplatz an der Jägerstraße muss Spielplatz bleiben. Archivfoto: Reiner Haase

Hude. Steigende Kinderzahlen setzten die Gemeinde Hude unter Druck. Der geplante Neubau soll größer werden als ursprünglich geplant. Anwohner verteidigen den beliebtesten Spielplatz im Ort.

Die Verwaltung der Gemeinde Hude hat Bedarf für eine sechste Gruppe im geplanten Kindergarten Amselstraße angemeldet, und der Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales hat die Erweiterung jetzt abgesegnet. „Wir können jetzt klären, wo der Neubau hinpasst und was vom Spielplatz Jägerstraße bleibt“, stellte Olaf Hespe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, nach der Sitzung des Fachausschusses fest. Ein Hinweis auf das strittigste Thema der Planung: Der Neubau wird zumindest teilweise auf den beliebtesten Huder Spielplatz gesetzt. Bezugsfertig soll er im Sommer oder Herbst 2020 sein.

Platznot schon im nächsten Jahr

Um Planungskosten zu sparen, hat Hude der Stadt Delmenhorst die Pläne für den Kindergarten-Neubau an der Käthe-Kollwitz-Schule abgekauft. Sie müssen nun für die sechste Gruppe umgezeichnet werden. Die Vergrößerung sei „zwingend“, weil nach aktuellen Prognosen zum Kindergartenjahr 2019/20 nicht alle Kinder ab drei Jahren in den vorhandenen Einrichtungen versorgt werden könnten, argumentiert die Verwaltung. Präzisere Zahlen gibt es laut Fachdienstleiterin Nicole Westermeyer im Februar 2019. Dann ist das Anmeldeverfahren für das nächste Kindergartenjahr abgeschlossen.

Container-Provisorium endet

Nicht nur die tendenziell steigende Zahl der Kinder, sondern auch die Probleme mit der Kita Villa Kunterbunt spielen in der Neubauplanung eine Rolle. Die Betriebserlaubnis für das Provisorium für zwei Gruppen der Kleinen Villa Kunterbunt in Containern läuft ab, und die Räume für vier Gruppen der Villa Kunterbunt an der Blumenstraße müssen dringend saniert werden.

Anwohner halten an Protest fest

Anwohner Carsten Raschen hat der Verwaltung und den Politikern im Fachausschuss als Fürsprecher der Kinder und Familien, die den Spielplatz Jägerstraße mit Leben füllen, die Kritik am Projekt noch einmal schriftlich gegeben. Eine einzigartige Spielfläche werde vielleicht nahezu vollständig geopfert. Er weist auch auf alte Bäume auf dem Grundstück hin. Bürgermeister Holger Lebedinzew wirft er mangelnde Transparenz vor: Die Planung eines vergrößerten Kindergartens sei im Ausschuss unter der veröffentlichten Überschrift „Vorschlag zur Gruppenstärke der Kita Amselstraße“ behandelt worden.


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