Fest zum 70-jährigen Bestehen Elmeloher Wichernstift ist für die Zukunft gut gerüstet

Von Birgit Stamerjohanns

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Die „Sahneschnitten“ singen: Mit einem Sommerfest haben Mitarbeiter und Gäste am Freitag das 70-jährige Bestehen des Wichernstifts im Garten der Einrichtung gefeiert. Lobende Worte von den Offiziellen gab es für die Einrichtung bei einem Festakt. Fotos: Birgit StamerjohannsDie „Sahneschnitten“ singen: Mit einem Sommerfest haben Mitarbeiter und Gäste am Freitag das 70-jährige Bestehen des Wichernstifts im Garten der Einrichtung gefeiert. Lobende Worte von den Offiziellen gab es für die Einrichtung bei einem Festakt. Fotos: Birgit Stamerjohanns

Elmeloh Mit einem Festakt in der Michaeliskirche hat an Freitag ein Feier-Marathon zum 70. Geburtstag des Wichernstifts begonnen.

Neben Landrat Carsten Harings und Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken kamen auch der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz und Uwe Kollmann vom Diakonischen Werk nach Elmeloh.

Das Wichernstift habe es nicht immer leicht gehabt in den vergangenen Jahren, erinnerte sich Landrat Carsten Harings während seines Grußworts. Auch er selbst sei skeptisch gewesen, ob die Einrichtung ihre finanzielle Schieflage überwinden kann. Aber: „Die Skepsis ist vollends gewichen und wir schätzen die verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, betonte der Landrat.

Besonderer Einsatz in Flüchtlingswelle

Besonders während der Flüchtlingswelle habe die Elmeloher Einrichtung wertvolle Hilfe geleistet. Das Wichernstift betreibt unter anderem Wohngruppen für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge und bietet ihnen somit Perspektiven für einen Neuanfang.

Bürgermeisterin Alice Gerken betonte, wie wichtig das Wichernstift mit seiner Altenhilfe, den Wohngruppen, der Schule und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie für die Gesellschaft sei. Jeder Mensch werde im Wichernstift als Persönlichkeit anerkannt und wertgeschätzt. In Hinblick auf die Altenhilfe lobte die Bürgermeisterin vor allem die Mitarbeiter: „Sie müssen sich gegen die Konkurrenz behaupten und wirtschaftlich arbeiten, aber Sie verlieren nie den Menschen aus den Augen.“

21 Millionen für den Klinik-Neubau

Während des Festaktes richtete Vorstand Wolfgang Walter den Blick vor allem auf die Zukunft des Wichernstifts: „Das Land Niedersachsen hat uns rund 21 Millionen für den Klinik-Neubau zugesagt, wir warten momentan noch auf den offiziellen Bescheid aus Hannover.“

Der sei allerdings wohl nur eine reine Formsache – der Bau könne vermutlich schon im kommenden Frühsommer beginnen: „Das ging am Ende doch viel schneller, als wir gedacht hatten.“

In den kommenden Jahren sind auf dem Gelände des Wichernstifts außerdem neue Gebäude für die Altenhilfe und die Wichern-Schule geplant. Für seine Vorstandsarbeit erhielt Wolfgang Walter im Rahmen der Feierstunde das Großkreuz des Diakonischen Werkes. Außerdem referierte Buchautor Prof. Jens Weidner zum Thema „Optimismus“.

Geselliger Teil folgt am Nachmittag

Am Nachmittag folgte dann der gesellige Teil der Geburtstagsfeier: das Sommerfest der Klinik, der Altenhilfe und der Schule. Unter anderem zeigten Nachwuchsclowns und Akrobaten im Kinderzirkus Wanjanini ihr Können. Die Schüler hatten das Programm im Vorfeld einstudiert. Das Damen-Trio „Die Sahneschnitten“ sang Schlager aus den 60er- und 70er-Jahren.

Am Abend blieben die Mitarbeiter unter sich, um in den eigentlichen Geburtstag hinein zu feiern, denn offiziell wurde das Wichernstift am 1. September 1948 eröffnet.


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