Änderungen bei Bebauungsplanentwürfen Ganderkeseer Ausschuss mehrheitlich gegen Baumschutz

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Wird nicht unter Schutz gestellt: der Baum bei „Beef & Beats“, einer von vier Bäumen im Ortskern, die von der Gemeinde als schützenswert eingestuft wurden. Foto: Thomas DeekenWird nicht unter Schutz gestellt: der Baum bei „Beef & Beats“, einer von vier Bäumen im Ortskern, die von der Gemeinde als schützenswert eingestuft wurden. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee Das Thema Baumschutz hat die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Donnerstagabend bei zwei Tagesordnungspunkten beschäftigt. Beide Male setzte sich die CDU mit ihren Anträgen durch, die betroffenen Bäume nicht unter Schutz zu stellen.

Die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung haben sich am Donnerstagabend mehrheitlich gegen den Baumschutz im Bebauungsplan 250, in dem es um die Lindenstraße, die Rathausstraße und weitere große Teile des Ganderkeseer Ortskerns geht, ausgesprochen. Und weil auch die ursprüngliche Idee der Verwaltung, die Lindenstraße später mal zu verbreitern, auf großen Widerstand seitens der Anwohner gestoßen war, wird der Planentwurf an zwei Stellen geändert und noch einmal mit verkürzter Frist öffentlich ausgelegt. Darauf haben sich die Mitglieder des Ausschusses mit acht gegen fünf Stimmen geeinigt.

SPD wollte Beratungsbedarf

CDU-Ratsherr Ralf Wessel hatte den Antrag gestellt, die Bäume an der Lindenstraße, bei „Beef & Beats“, beim Gasthof Stolle und auf einem Grundstück am Knick, alle auf privaten Flächen, nicht unter Schutz zu stellen. Das bedeute ja nicht, dass sie gleich gefällt werden, ergänzte Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler, der sich lautstark darüber ärgerte, dass es bei Diskussionen über den Baumschutz sofort um die Säge gehe. Am Ende stimmten in einem gesonderten Antrag der CDU acht Ausschussmitglieder gegen die Unterschutzstellung und fünf dafür. Daraufhin wollte die SPD Beratungsbedarf, scheiterte mit ihrem Antrag allerdings knapp mit 6:7 Stimmen. Kommentar von Michael Sorg von den Grünen: „Als die Verbreiterung der Lindenstraße zurückgenommen wurde, wollte ich eigentlich für die erneute Auslegung des Entwurfs stimmen. Aber nicht, wenn die Bäume nicht unter Schutz gestellt werden. Das halte ich für einen Skandal.“

Für Planentwurfauslegung Wagnerstraße

Erfolgreich war die CDU auch mit ihrem Antrag, die von der Verwaltung vorgeschlagenen Bäume an der Wagnerstraße nicht unter Schutz zu stellen. Bei der Abstimmung hieß es ebenfalls 8:5 gegen die Stimmen von SPD und Grünen. Im Wesentlichen ging es aber bei diesem Tagesordnungspunkt darum, den Eigentümern von Grundstücken an der Wagnerstraße und der Beethovenstraße das Bauen in zweiter Reihe zu ermöglichen und deshalb den Bebauungsplanentwurf „Ganderkesee – südlich Wagnerstraße“ öffentlich auszulegen. Dem stimmten zehn Ausschussmitglieder zu, Hansen, Sorg und Erika Schröter (SPD) aber nicht.

Einstimmig für Hausabriss

Einstimmige Ergebnisse gab es im Ausschuss auch: So soll die Gemeinde ein Vorkaufsrecht erhalten, wenn Flächen im Gebiet östlich der Bahnlinie zwischen Immerweg und Bergedorfer Straße zum Verkauf angeboten werden. Außerdem stimmten alle dafür, das durch einen Brand beschädigte gemeindeeigene Gebäude an der Urneburger Straße 2 in Kürze abreißen zu lassen. Ob dort ein Mehrfamilienhaus, Geschäfte oder Parkflächen für die Feuerwehr entstehen sollen oder ein Teil des Grundstücks für einen Kreisel an der Urneburger Straße/Ecke Grüppenbührener Straße benötigt wird, soll später beraten werden.


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