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Noch kein Hinweis auf neue Tat Fahndung nach Autobahnschützen auf A28 bei Hatten

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Hatten. Nach einem Vorfall am Freitagvormittag auf der A 28 bei Hatten hat die Polizei die Autobahn in Richtung Bremen zwischen Kirchhatten und Hude rund eine Stunde lang voll gesperrt, um Spuren zu sichern. Der Polizeieinsatz stand im Zusammenhang mit der Fahndung nach einem mutmaßlichen Autobahnschützen.

Nachdem zuletzt mehrere Autofahrer auf den Autobahnen A1, A28 und A29 plötzlich ein Loch in der Windschutzscheibe hatten, sucht die Sonderkommission „Visier“ nach einem Unbekannten, der auf die Fahrzeuge geschossen haben soll.

Nach Polizeiangaben hatte ein 36-jähriger Autofahrer aus dem Kreis Osterholz am Freitagum 9.50 Uhr während der Fahrt nach Delmenhorst auf der A28 in Höhe Hatten einen Schlag am Auto bemerkt und daraufhin einen Parkplatz angesteuert.

Dort bemerkte er eine Beschädigung an der Motorhaube seines Autos und zeigte den Schaden um 10.15 Uhr bei der Polizei in Delmenhorst an.

Autobahn 28 wird wegen Spurensicherung gesperrt

Der Vorfall brachte die Beamten auf den Plan: Zur Aufklärung des Sachverhalts, und um mögliche Spuren zu sichern, wurde die Autobahn in Richtung Bremen von 11.20 bis 12.10 Uhr voll gesperrt.

Auch auf der Gegenfahrbahn führte der große Polizeieinsatz zu Verkehrsbehinderungen. Ein 48 Jahre alter Fahrer aus Bremen musste sein Auto verkehrsbedingt auf dem Überholfahrstreifen abbremsen. Die dahinter befindliche 27-jährige Fahrerin aus Delmenhorst konnte ihren Wagen noch abbremsen. Das gelang einem 29-Jährigen aus Oyten nicht mehr. Er fuhr auf die Autos auf. Insgesamt sieben Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden: rund 48.000 Euro.Auf der A28 bei Hatten fahndete die Polizei am Freitagmittag nach dem Autobahnschützen. Auf der Gegenfahrbahn kam es zu einem Unfall. Insgesamt sieben Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden: rund 48.000 Euro. Foto: Nonstopnews

Im Zusammenhang mit den möglichen Schussabgaben auf Fahrzeuge hatte die Polizeidirektion Oldenburg jüngst die Sonderkommission „Visier“ gegründet. In den vergangenen Wochen waren insgesamt acht ähnliche Fälle von mutmaßlichen Schussabgaben auf den Autobahnen A1, A28 und A29 sowie auf der Bundesstraße 72 gemeldet worden.

In mehreren Fällen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Tötung eingeleitet.

Sonderkommission „Visier“ ermittelt

Ob der am Freitagvormittag angezeigte Fall in einen Zusammenhang mit der von der Polizeidirektion Oldenburg eingerichteten Sonderkommission „Visier“ zu bringen ist, wird jetzt von der Polizei geprüft.

Über mögliche Funde am Freitag auf der A28 machte die Polizei noch keine Angaben. Hinweise auf eine neue Tat des mutmaßlichen Autobahnschützen gibt es bislang aber nicht. Im jüngsten Fall sei auch Steinschlag als Ursache für die Beschädigung der Motorhaube möglich, hieß es vonseiten der Polizei.

Die Polizei bittet Personen, die Hinweise zu den Fällen geben können, sich bei der Polizei in Oldenburg unter der Telefonnummer (0441) 790-3593 zu melden. In dringenden Fällen ist nach wie vor die Notrufnummer 110 zu wählen.


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