Ganderkeseer Ausschuss tagt Gemeinde will Vorkaufsrecht für Flächen beim Immerweg

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zwischen Feuerwehrtechnischer Zentrale und Kreisel soll das neue Gewerbegebiet Westtangente II entstehen. Geht es nach der SPD, so sollen dort drei Grundstücke für eine Mehrzweckhalle reserviert bleiben. Archivfoto: Thomas DeekenZwischen Feuerwehrtechnischer Zentrale und Kreisel soll das neue Gewerbegebiet Westtangente II entstehen. Geht es nach der SPD, so sollen dort drei Grundstücke für eine Mehrzweckhalle reserviert bleiben. Archivfoto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Umfangreiche Tagesordnung im Ganderkeseer Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Donnerstag, 30. August: Die Ausschussmitglieder wollen sich unter anderem mit den Themen Vorkaufsrecht für Flächen zwischen Bergedorfer Straße und Immerweg, Gewerbegebiet westlich der Weststraße und Grundstücksreservierungen für eine Mehrzweckhalle im Gewerbegebiet Westtangente II auseinandersetzen.

Die Gemeinde Ganderkesee will sich das Vorkaufsrecht für Flächen zwischen der Bergedorfer Straße und dem Immerweg sichern, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt werden. Dafür bedarf es allerdings der Zustimmung der Politik, die eine entsprechende Satzung für das Gebiet östlich Bahnlinie/nördlich Immerweg in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sportanlage des TSV Ganderkesee beschließen muss. Eine Entscheidung könnten die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Donnerstag, 30. August, fällen. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 18 Uhr im Rathaus.

Fortsetzung der Ortsentwicklung?

Die Flächen würden sich gut für die Fortsetzung der Ortsentwicklung eignen, heißt s seitens der Verwaltung. Nach Lage, Größe und Rahmenbedingungen des Areals würde sich eine größere Bandbreite für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Noch keine konkreten Pläne

Es werde in der Öffentlichkeit zwar schon viel über Kunstrasen, Tennisanlage und Wohnbebauung spekuliert, weiß Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung. Konkrete Pläne lägen derzeit allerdings noch nicht vor. Er wisse auch nichts von Flächen, die bereits zum Verkauf angeboten worden seien.

Änderung des Bebauungsplans 160 vorgesehen

Außerdem geht es im Ausschuss um eine mögliche Änderung des Bebauungsplans Nummer 160 „Dehlthuner Straße, Bahnlinie, westlich der Weststraße“, der laut Verwaltung seit Anfang Januar 1994 rechtsverbindlich ist, wo aber bisher noch nichts passiert ist. Festgesetzt seien damals Gewerbe- und Industriegebiete.

Zwei Interessenten

Inzwischen gebe es zwei Interessenten, die die rund 8000 Quadratmeter große Fläche nahezu vollständig kaufen möchten, sagt Meyer. Details zu den Firmen wollte er jedoch nicht nennen. Einer der beiden habe erst vor Kurzem Interesse gezeigt, weil er für sein Unternehmen zusätzliche Lagerkapazitäten benötige und eine Halle bauen wolle. Allerdings würde das für dieses Gebiet vorgesehene Regenrückhaltebecken, das bisher noch nicht existiert, an der bislang geplanten Stelle direkt an der Weststraße stören. Dazu der Fachbereichsleiter: „Das damals geplante Rückhaltebecken wird in dieser Form gar nicht mehr gebraucht. Vielmehr kann das Regenwasser ganz in der Nähe auf 2,5 Hektar großen Naturflächen ablaufen.“ Sollte es ein positives Votum seitens der Ausschussmitglieder geben, könnten die Unternehmen im nächsten Jahr schon ihre Baupläne umsetzen, schätzt Meyer.

Thema Mehrzweckhalle

Eine Entscheidung wird außerdem in Bezug auf den Antrag der Sozialdemokraten erwartet, die im geplanten Gewerbegebiet Westtangente II südlich der Otto-Lilienstraße drei Grundstücke reserviert wissen wollen, um dort möglicherweise mal eine Mehrzweckhalle zu bauen. Davon rät die Verwaltung im Vorfeld der Ausschusssitzung ab.

Über weitere Ausschussthemen lesen Sie hier weiter.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN