Neue offizielle Zertifizierung Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen erhält Qualitätsstempel

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Freuen sich über die erneute Zertifizierung: (von links) Maria Zewuhn, Dr. Alexander Terzic, Hubert Bartelt und Irmgard Rawe vom Johanneum-Krankenhaus in Wildeshausen. Foto: Bettina Dogs-PrößlerFreuen sich über die erneute Zertifizierung: (von links) Maria Zewuhn, Dr. Alexander Terzic, Hubert Bartelt und Irmgard Rawe vom Johanneum-Krankenhaus in Wildeshausen. Foto: Bettina Dogs-Prößler

Wildeshausen Aus Fehlern lernen, Arbeitsprozesse verbessern, transparent sein in den Handlungsabläufen: Standards zur Qualitätssicherung, die sich das Krankenhaus Johanneum jetzt hat offiziell bestätigen lassen.

Das einzige Krankenhaus im Landkreis Oldenburg für die Grund- und Regelversorgung hat jetzt die Zertifizierung nach „DIN EN ISO 9001:2015“ erhalten. Das sperrige Ungetüm aus Buchstaben und Zahlen bescheinigt der Einrichtung nun, ganz bestimmte Qualitätskriterien einzuhalten.

Alles unter die Lupe genommen

„Vom Küchenbereich bis zur Geburtshilfe wurde alles strengstens unter die Lupe genommen“, schilderte die Qualitätsbeauftrage Irmgard Rawe am Montagvormittag beim offiziellen Pressegespräch. Unter anderem überprüft wurde dabei, ob geltende Vorgaben nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern tatsächlich auch umgesetzt und gelebt werden, so Rawe. Mehrere Tage lang sei das Johanneum von einer Gutachterkommission der proCum Cert-Zertifizierungsgesellschaft „auf Herz und Nieren“ in Augenschein genommen worden. „Mit dieser Auszeichnung haben wir die Bestätigung für eine dauerhafte und langfristige positive Weiterentwicklung der Qualität unseres Krankenhauses bekommen“, betonte Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt.

Hohe Anforderungen

Obwohl die aktuelle Zertifizierung nicht die erste für die Einrichtung ist, ist sie für Hubert Bartelt dennoch eine besondere. „Die Anforderungen sind sehr hoch und sie gehen sehr ins Detail.“ Gültig ist sie für insgesamt drei Jahre, die Einhaltung der Standards wird allerdings jährlich überprüft. „Das allein verpflichtet schon zu einer ständigen Beschäftigung mit dem Thema“, so Rawe.

Qualitätssicherung spielt große Rolle

Qualitätssicherung spielt im Johanneum seit mehreren Jahren eine Rolle, das Krankenhaus hatte sich in der Vergangenheit schon anderen Systemen zur Qualitätsüberprüfung unterzogen. Mit Irmgard Rawe ist darüber hinaus seit 2014 auch eine eigens für diesen Bereich Zuständige abbestellt. „Deshalb fiel uns der Wechsel auf die neue Norm auch nicht so schwer“, meinte Bartelt. Auch wenn die Anforderungen höher gewesen seien – „waren doch viele Prozesse bei uns bereits fest verankert“.

Richtwert für bestimmte Standards

Das neue Zertifikat soll sowohl Patienten als auch Mitarbeitern nun einen Richtwert für bestimmte Standards liefern. So werde etwa genauestens protokolliert, wie häufig es zu Wundinfektionen komme und was die Ursachen sein, um Derartiges künftig zu vermeiden. Oder was das Unternehmen für die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter tue, um eine hohe Fluktuation zu auszuschließen.

Gute Ergebnisse bei Patientenbefragung

Hubert Bartelt verweist auf eine Auswertung des Informationsportals „Weiße Liste“ der Bertelmann-Stiftung, das Bürgern Orientierung im Gesundheitswesen bieten soll „Das Wildeshauser Krankenhaus schneidet bei der jüngsten Befragung zur Patientenzufriedenheit gut ab. 86 Prozent der Befragten empfehlen das Johanneum weiter.“ Der Verwaltungsdirektor führt das auch auf die strukturellen Änderungen der vergangenen Jahre zurück, in dem unter anderem hochrangige Ärzte ins Haus geholt und Abteilungen modernisiert wurden.

„Für die Patienten signalisiert der Wegweiser auch: Bei uns sind Sie gut aufgehoben“, betonte der Ärztliche Direktor Dr. Alexander Terzic. Gemeinsam wolle man auch künftig dafür sorgen, dass die hohen Qualitätsansprüche einer wohnortnahen Patientenversorgung mit Leben gefüllt würden.


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