Einführung ab 2021 möglich Ausschuss berät über Gelbe Tonne im Kreis Oldenburg

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Gelbe Tonne oder Gelber Sack? Verpackungsmüll fällt jedenfalls reichlich an. Symbolfoto: Symbolfoto: Patrick Seeger/ dpaGelbe Tonne oder Gelber Sack? Verpackungsmüll fällt jedenfalls reichlich an. Symbolfoto: Symbolfoto: Patrick Seeger/ dpa

Landkreis Oldenburg Die Gelbe Tonne soll den Gelben Sack im Kreis Oldenburg als Behältnis für Verpackungsabfälle ablösen – das hat eine Umfrage der Kreisverwaltung unter den Bürgern ergeben.

Welche Konsequenzen die Politik aus diesem Ergebnis ziehen wird, zeigt sich in der öffentlichen Sitzung des Kreis-Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschusses am Dienstag, 28. August.

Die Fortentwicklung des Abfallwirtschaftskonzepts steht ganz oben auf der Tagesordnung: Beginn ist um 17 Uhr im Kreishaus, Delmenhorster Straße 6 in Wildeshausen.

Zum 1. Januar 2019 tritt ein neues Verpackungsgesetz in Kraft. Wie schon der Gelbe Sack, werde auch die Tonne von den Dualen Systemen finanziert. Der aktuelle Entsorgungsvertrag läuft noch bis Ende 2020. Ab 2021 könnte es dementsprechend einen Wechsel des Entsorgungssystems geben. Erwartet wird, dass der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung zur Entsorgung der Verpackungsabfälle zustimmt.

In der heutigen Sitzung wird die Kreisverwaltung auch die aktuellen Messergebnisse des Überwachungsprogramms zur Feststellung der Belastung des Grundwassers mit Nitrat vorstellen.

Grundwasser soll weiter auf Nitrat untersucht werden

Die Untersuchungen sollen auch weiterhin fortgesetzt werden. Zudem sollen noch zwei weitere Messstellen errichtet werden. Die Ergebnisse dieses Projektes werden in einer der nächsten Ausschusssitzungen vorgestellt.

Auch mit der Untersuchung der Luftqualität wird sich der Ausschuss beschäftigen, nachdem die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Anfang Juni beantragte, der Kreis möge eigene Untersuchungen auf Belastungen mit Bioaerosolen, Feinstaub und Stickoxiden durchführen. Der Ausschuss hatte sich zuletzt Ende 2017 mit dem Thema befasst. Die Kreisverwaltung bleibt bei ihrer damaligen Haltung: Ein Vertreter des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes (GAA) Hildesheim hatte deutlich gemacht, dass die landesweite Überwachung der Luftqualität eine Aufgabe des Landes Niedersachsen sei. Er sah keinen Handlungsbedarf, um im Landkreis weitergehende Untersuchungen durchzuführen. Erst wenn eine Überschreitung gegeben sei, seien Luftreinhaltepläne, für die die Landkreise verantwortlich sind, aufzustellen. Auch seien keine potenziell stark belasteten Regionen festgestellt worden, die zu einer möglichen Überschreitung von Grenzwerten für Feinstaub und Stickoxide führen könnten, beteuert die Kreisverwaltung.

Belastungsschwerpunkte entstünden durch hohe Verkehrsaufkommen mit hohem Lastwagen-Anteil und einer hohen Randbebauung. Derartige „Hotspots“ lägen für den Landkreis Oldenburg nicht vor, Überschreitungen der Grenzwerte seien derzeit nicht zu erwarten, hieß es.


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