Zum zehnten Mal Hasbruchtag lockt viele Familien mit Kindern in den Wald

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Am Duftmemory versuchte sich die achtjährige Paula Scholz aus Delmenhorst zusammen mit ihren Eltern. Foto: Vincent BußAm Duftmemory versuchte sich die achtjährige Paula Scholz aus Delmenhorst zusammen mit ihren Eltern. Foto: Vincent Buß

Ganderkesee. Zum zehnten Mal lockte am Sonntag, 26. August, der Hasbruchtag Familien zu Mitmachaktionen in den Wald bei Hude. Dabei wurde deutlich, dass sich Kinder mehr für die Natur interessieren, als oft angenommen wird.

Nicht nur der Hasbruch selbst mit seinem Urwald und der Brookbäke begeisterte die Besucher. Auch die 16 Stationen zum Mitmachen und Informieren rund um die Jagdhütte zogen insbesondere die Kinder in ihren Bann. In diesem Jahr lag die Betonung auf den Sinnen: So konnten die Besucher beim Duftmemory Gerüche erraten und in den Fühlkisten Kaninchenfelle und Rehgebisse ertasten. Jede Station bekamen die Kinder auf ihrer Stempelkarte vermerkt, am Ende gab es eine Urkunde.

„Über die Jahre hat sich das Angebot immer stärker aufs Mitmachen konzentriert“, erklärte Heiko Ackermann, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs. Zusammen mit den Niedersächsischen Landesforsten organisierte der Verein den Erlebnistag. „Wir wollen Familien mit Kindern Lust auf den Wald machen“, ergänzte Vereinsmitglied Elisabeth Kühling.

Wissensstand unterscheidet sich bei Kindern stark

Diese Aufgabe hielt auch der Hasbrucher Revierförster Jens Meier für notwendig. „Gerade Stadtkinder sind oft wenig im Wald“, berichtete er. „Je ländlicher Mädchen und Jungen hingegen aufwachsen, desto eher haben sie noch einen Bezug zur Natur.“ Daher sei es ganz unterschiedlich, wie viel die kleinen Besucher über den Wald wissen. Der Förster freute sich, dass mittlerweile auch immer mehr Städter ihren Weg in den Hasbruch fänden.

Die einheimische Fauna auf kreative Weise erklärte Peter Schlöndorf aus Hude an seinem Stand: Er hatte das von ihm entwickelte Hasbruch-Spiel mitgebracht. Darin lernt ein Troll die Landschaft kennen, wobei die Stationen im Spiel den echten Wanderweg nachzeichnen. Unterwegs begegnen ihm beispielsweise Rehe und Igel. „Die Kinder freuen sich auch über einheimische Tiere“, berichtete er. Es müssten nicht immer Löwen sein. Den Wissensstand der jungen Generation schätzte er hoch ein: „Die meisten Kinder haben viel Ahnung von Tieren.“ Es stimme nicht, dass sie kein Interesse mehr am Wald hätten.

Begeistert war auch Sabrina Reichwald, die mit ihrem Sohn Joel aus Hude angereist war. „Ich finde es gut, dass den Kindern die Natur nähergebracht wird.“ Ihr gefiel besonders, wie die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst die verschiedenen Tiere des Waldes anschaulich erklärte.

Mehr als 450 Besucher

Die dreijährige Joane und ihr fünfjähriger Bruder Thede steckten ihre Hände mutig in die Fühlboxen. Foto: Vincent Buß

Laut Ackermann kamen mehr als 450 Besucher zum Hasbruchtag. Er freute sich besonders über die gestiegene Anzahl von Familien mit Kindern. An der Durchführung des Erlebnistages waren rund 40 Personen beteiligt. Hierunter waren Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs sowie Vertreter der Niedersächsischen Landesforsten sowie befreundete Vereine, Institutionen und Gruppen.


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