Ausbau am Brookweg Anwohner erheben schwere Vorwürfe gegen Gemeinde

Von Biljana Neloska

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Bei einer Ortsbegehung am Brookweg: Anwohner und die Fraktionsspitze der Freien Wähler (v.r.) mit Volker Schmidt, Wilfried Samtleben und Arnold Hansen. Foto: Biljana NeloskaBei einer Ortsbegehung am Brookweg: Anwohner und die Fraktionsspitze der Freien Wähler (v.r.) mit Volker Schmidt, Wilfried Samtleben und Arnold Hansen. Foto: Biljana Neloska

Schierbrok. Der Brookweg in Schierbrok soll ausgebaut werden. Dafür sollen die Anlieger zahlen. Diese wehren sich dagegen und geben der Gemeinde die Schuld an der Lage.

Der Brookweg in Schierbrok soll erschlossen werden. Wenn das passiert, müssen die Anwohner dafür zahlen. Diese sind gegen den Ausbau. Bei einer Ortsbegehung mit Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler am Freitag sprachen sie sich für eine Verbesserung der Straßenoberfläche aus und warfen der Gemeinde Fehlverhalten vor. „Die Gemeinde versucht, über Erschließungsbeiträge bei 40 bis 80 Jahre alten Straßen an finanzielle Mittel zu kommen“, sagte Anwohner Harrald Rausch.

Laut Gesetz sind Erschließungsbeiträge immer dann von den Anwohnern zu zahlen, wenn es sich bei dem Gebiet um einen erstmaligen Ausbau handelt. Beim Brookweg sei das der Fall. Das wurde im Frühjahr bekannt gegeben. „Die Gemeinde hat in den letzten Jahren die vorhandenen und funktionierenden Straßenentwässerungssysteme nicht mehr instandgehalten und gepflegt. Nach Meinung der Anwohner will die Gemeinde die vernachlässigten Entwässerungssysteme über die Erschließungsbeiträge der Bürger sanieren, so Rausch.

Schlaglöcher, Staubentwicklung und Matsch

Die Gemeinde wehrt sich gegen diese Vorwürfe. „Für die erstmalige Herstellung von Straßen sind Erschließungsbeiträge zu erheben. Hier werden lediglich die gesetzlichen Grundlagen angewandt. Es gibt in der Gemeinde mehrere provisorische Straßen, die das Niveau von Baustraßen aufweisen und bei denen teilweise über Jahrzehnte hinweg kein Ausbau durchgeführt werden konnte. Im Brookweg sind gleich mehrere Probleme vorhanden“, sagt Hauke Gruhn, Sprecher der Gemeinde. Dort seien Schlaglöcher, Staubentwicklung und Matsch auf der Fahrbahn ein Thema, das die Gemeinde und den Zweckverband Kommunalservice Nordwest seit vielen Jahren immer wieder intensiv beschäftige. Mit Unterhaltungsmitteln sei in der Vergangenheit oft ein noch akzeptabler Zustand wiederhergestellt worden. „Der Brookweg ist Teil des Maßnahmenprogramms Straßenbau. Die Situation vor Ort soll jetzt nachhaltig verbessert werden“, so Gruhn. Im Brookweg gebe es nur in Teilbereichen flache und schmale Gräben. Das Wasser gelange jedoch teilweise gar nicht dort hinein. Der Kommunalservice habe in den vergangenen Jahren diverse Unterhaltungsmaßnahmen ausgeführt, um den Abfluss zu gewährleisten. Dort wäre grundsätzlich ein Entwässerungssystem zu installieren, so der Gemeindesprecher und betont: „Die Gemeinde wird die örtlichen Gegebenheiten genau berücksichtigen, um zu einer sparsamen und maßgeschneiderten Lösung zu kommen.“

Noch mal in den Ausschuss

Die Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler haben an der Ortsbegehung teilgenommen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen, so Fraktionsvorsitzender Arnold Hansen. „Wir sind keine Fachleute, aber wenn wir später in den Gremien darüber reden, wissen wir, wovon wir eigentlich sprechen. Wir werden das in der Fraktion noch besprechen und dafür sorgen, dass das noch mal in den Ausschuss kommt und dass man sich das genau anguckt“, sagt Hansen.


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