Projekt der Ländlichen Erwachsenenbildung Ganderkeseer Gemeindebücherei bietet Poesiebriefkasten

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Die Post ist da: (v.l.) Edgar Ruhm (LEB), Büchereileiterin Sigrid Kautzsch und Meike Saalfeld, die den ersten Beitrag für den neuen Briefkasten im Eingang der Gemeindebücherei schrieb. Foto: B. Dogs-PrößlerDie Post ist da: (v.l.) Edgar Ruhm (LEB), Büchereileiterin Sigrid Kautzsch und Meike Saalfeld, die den ersten Beitrag für den neuen Briefkasten im Eingang der Gemeindebücherei schrieb. Foto: B. Dogs-Prößler

Ganderkesee Poesie kann erheitern, nachdenklich stimmen oder therapeutisch wirken. Wer nicht nur für sich selbst schreiben möchte, kann in Ganderkesee eigene Beiträge jetzt in den Poesiebriefkasten werfen.

Die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) in Ganderkesee verfügt über eine sehr engagierte Muse. Und die küsst in regelmäßigen Abständen Edgar Ruhm, Anleiter in der LEB-Einrichtung an der Schulze-Delitzsch-Straße. Zusammen mit zwei Teilnehmern der Bildungswerkstatt, die Langzeitarbeitslose auf den Weg zurück in den Arbeitsmarkt vorbereitet, hat Ruhm jetzt die Idee zu einem Poesiebriefkasten umgesetzt, mit der lyrisch Interessierte selbstverfasste Gedichte öffentlich machen können.

Idee stammt aus Süddeutschland

„So etwas Ähnliches hatte ich in Süddeutschland gesehen und gedacht, dass es auch in unserem Raum viele Menschen ansprechen könnte“, so Ruhm gestern Vormittag bei der offiziellen Vorstellung in der Gemeindebücherei. Hier hängt der aus Holz gefertigte Poesiebriefkasten seit gestern im Eingangsbereich, bereit für schelmische Gedichte und nachdenkliche Gedanken.

„Das Bedürfnis zu schreiben ist bei vielen da“, meinte Büchereileiterin Sigrid Kautzsch, die künftig mit ihren Mitarbeiterinnen für die Leerung zuständig sein wird. Eingeworfen werden können – persönlich oder über den Postweg, denn der Briefkasten verfügt über eine eigene Adresse – alle Arten an poetischen Einfällen: vom sinnhaften Spruch bis hin zum lyrisch anspruchsvollen Mehrzeiler. Mit Namen des Urhebers oder auch anonym.

„Das Ziel ist, die eingereichten Stücke regelmäßig zu veröffentlichen“, führte Edgar Ruhm aus. Die Bildungseinrichtung verfügt unter anderem auch über eine Medienwerkstatt, in der die poetischen Beiträge zusammengefasst und gedruckt werden sollen. „Allerdings wird vorher schon eine Auswahl stattfinden“, so Ruhm.

Jeder Beitrag kann veröffentlicht werden

Gemeinsam mit Sigrid Kautzsch werden die Stücke ausgewertet und schließlich zur Veröffentlichung freigegeben. „Und dessen muss man sich bewusst sein: Jeder Beitrag kann veröffentlicht werden“, betonte Sigrid Kautzsch. Je nachdem wie die Resonanz auf den Poesiebriefkasten ausfallen wird, sind laut Kautzsch auch weitere Aktionen wie etwa Lesungen denkbar. „Aber wir müssen jetzt erst mal schauen, wie es sich entwickelt. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass wir viele damit ansprechen werden.“

Postalisch ist der Briefkasten unter der Adresse Poesiebriefkasten, c/o Gemeindebücherei, Habbrügger Weg 2, 27777 Ganderkesee zu erreichen.


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