Mit einfachen Mitteln Großes bewirken Eltern setzen in Ganderkeseer Kitas Ideen zum Klimaschutz um

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Machen sich gemeinsam für ein besseres Klima stark: Marina Becker-Kückens und Katharina Witte (vorne, RUZ) sowie Gudrun Löhlein (Kita Brettorf), Katja Wessolowski (RUZ) und Birgit Geerken (Kita Hoykenkamp). Foto: Bettina Dogs-PrößlerMachen sich gemeinsam für ein besseres Klima stark: Marina Becker-Kückens und Katharina Witte (vorne, RUZ) sowie Gudrun Löhlein (Kita Brettorf), Katja Wessolowski (RUZ) und Birgit Geerken (Kita Hoykenkamp). Foto: Bettina Dogs-Prößler

Hollen. Wie einfach es ist, klimaschonend zu handeln, zeigt ein aktuelles Projekt des Regionalen Umweltzentrums Hollen. Gemeinsam mit Eltern werden noch bis September 2019 verschiedenen Aktionen umgesetzt.

Hollen Wassersprudler statt Mineralwasser in PET-Flaschen, Baumwolltaschen statt Plastikbeutel, Reparieren statt Neukaufen: Klimaschutz kann so einfach sein – und um einiges günstiger. Wie simpel klimaschonende Projekte umsetzbar sind, beweisen gerade sechs Kindertagesstätten aus der Gemeinde Ganderkesee sowie eine aus Dötlingen.

Im Zuge des vom Regionalen Umweltzentrum Hollen (RUZ) initiierten Projekts „Nachbarschaftszentrum Kita – Eltern machen Klimaschutz“, das seit Oktober vergangenen Jahres läuft, entstehen derzeit verschiedene Unternehmungen engagierter Eltern, die in kleinen Schritten zu einem bewussteren Umgang mit den Ressourcen führen sollen. „Ziel des Projekts ist eine nachhaltige Änderung des Verhaltens zum Wohle des Klimas“, erklärte RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens gestern Vormittag bei einem Pressegespräch im Umweltzentrum.

Noch bis Ende September kommenden Jahres läuft das Projekt, in dem Eltern auf ehrenamtlicher Basis ihre Ideen von klimaschützenden Maßnahmen realisieren können. „Das kann von der Anschaffung eines Wassersprudlers über das Anlegen eines Hochbeetes alles Mögliche bedeuten“, schilderte Projektleiterin Katja Wessolowsik vom RUZ. Und während einige Aktionen noch im Werden sind, sind andere bereits erfolgreich umgesetzt. Etwa in der Kita Rethorn. Hier wurde unter anderem ein Hochbeet mit regionstypischem Obst und Gemüse angelegt und ein Klimafrühstück eingeführt.

„Das bedeutet, beim gesunden Frühstück auf Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen und auf Plastikverpackungen zu verzichten“, führte Katja Wessolowski aus.

Zusammen mit RUZ-Kollegin Katharina Witte unterstützt Wessolowski die Eltern bei der Umsetzung ihrer Ideen. Vorträge, Beratungen und wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zu verschiedenen Klimathemen ihrerseits vertiefen das Wissen der Eltern rund um Klimaschutz. „Wir wollen den Impuls dazu geben, dass sowohl die Einrichtungen als auch die Eltern privat langfristig etwas ändern“, so Wessolowski.

„Es ist unstrittig, dass energiesparende Verhaltensänderungen Treibhausgasemissionen um zehn Prozent reduzieren“, so Martina Becker-Kückens. Die Kindertagesstätten aus Brettorf, Hoykenkamp, Rethorn, Bergedorf, Falkenburg, Schierbrok und Kleine Wolke Ganderkesee sind bereits dabei, hierzu einen großen Beitrag zu leisten.


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