Thema im Ausschuss für Soziales Vorschulische Sprachförderung in Ganderkesee mit eigenen Kräften

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Die Sprachförderkraft in der Kita am Habbrügger Weg, Maike Drews, und Leiterin Maike Erhorn hatten im vergangenen Jahr die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen über den aktuellen Stand des Programms „Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist“ informiert. Archivfoto: Kristina MüllerDie Sprachförderkraft in der Kita am Habbrügger Weg, Maike Drews, und Leiterin Maike Erhorn hatten im vergangenen Jahr die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen über den aktuellen Stand des Programms „Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist“ informiert. Archivfoto: Kristina Müller

Ganderkesee. Im Ganderkeseer Ausschuss für Soziales und Gesellschaft am Donnerstag, 23. August, geht es unter anderem um das Thema vorschulische Sprachförderung. Die Verantwortung liegt seit dem 1. August in der Verantwortung der Kindertageseinrichtungen.

Für die Mädchen und Jungen, die jetzt zur Schule gekommen sind, hat es noch die alte Regelung gegeben. Da hat die Verantwortung für die vorschulische Sprachförderung noch bei den Grundschulen gelegen. Das ist inzwischen allerdings Geschichte. Denn zum 1. August dieses Jahres ist nach einer Gesetzesänderung die Verantwortung auf die einzelnen Kindertageseinrichtungen übertragen worden. Wie das künftig konkret aussehen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Jetzt soll erst einmal ein Konzept seitens des Landkreises erarbeitet werden, weiß Maike Erhorn, Leiterin der Kindertagesstätte am Habbrügger Weg in Ganderkesee, die für ihre Kita bereits im Mai vergangenen Jahres Verstärkung in der Sprachförderung erhalten hat. Erster Gemeinderat Rainer Lange will aber zumindest schon mal im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft einen ungefähren Fahrplan zur vorschulischen Sprachförderung in den Kindergärten vorstellen. Beginn der Sitzung am Donnerstag, 23. August, ist um 18 Uhr im Rathaus.

Sprachförderung in Kita Habbrügger Weg

Bereits seit dem 1. Mai 2017 wird die Kindertagesstätte am Habbrügger Weg über das Bundesprogramm „Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist“ gefördert. Seitdem ist die Harpstedter Sozialpädagogin Maike Drews mit an Bord, die täglich ganz bewusst auf Sprache schaut, wie Maike Erhorn sagt. Sie entwickle Ideen, bringe neue Themen ein und ergänze alles um neueste Erkenntnisse, um die Mädchen und Jungen immer wieder und immer mehr zum aktiven Sprechen zu animieren und um im Endeffekt von der Alltagssprache ein Stück weiter in Richtung Bildungssprache zu kommen. Dabei gelte diese Sprachförderung nicht nur für Kinder mit Migrationshintergrund, sondern für alle 147 Mädchen und Jungen der Einrichtung. „Wir holen jedes Kind dort ab, wo es steht. Einige brauchen weniger, andere mehr Förderung“, betont die Kita-Leiterin, die bereits jetzt einen sehr positiven Zwischenbericht zur „Sprachkita“ gibt.

Finanzhilfe vom Land

Zur Umsetzung der gesamten Sprachförderung hat das Land Niedersachsen eine besondere Finanzhilfe zur Verfügung gestellt. Die Höhe der Finanzhilfe für ein Kindergartenjahr ergibt sich laut Verwaltung aus der Anzahl der Kindergartengruppen und der Anzahl der Kinder, in deren Familien nicht vorrangig Deutsch gesprochen wird. Der Landkreis Oldenburg erhalte für das Kindergartenjahr 2018/19 rund 413.000 Euro für die gesamte Sprachförderung. Aus diesen Mitteln könnten im Kreis insgesamt 6,5 Vollzeitstellen für Sprachförderkräfte geschaffen werden. Außerdem soll zusätzlich eine Koordinierungsstelle beim Landkreis eingerichtet werden. Nach einer vorläufigen Berechnung sollen für die Gemeinde Ganderkesee knapp 70.000 Euro zur Verfügung stehen.

Eigene Sprachförderkräfte

Nach bisherigen Gesprächen hat sich laut Rainer Lange herauskristallisiert, dass die Gemeinde Ganderkesee die Sprachförderung für das derzeitige Kindergartenjahr noch mit eigenen Sprachförderkräften stemmen kann. Zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrages sollen bei der Gemeinde Ganderkesee bereits beschäftigte heilpädagogische Fachkräfte mit zunächst insgesamt 40,5 Wochenstunden für die vorschulische Sprachförderung eingesetzt werden – auch bei den freien Trägern.


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