Berufungsprozess Ganderkeseer soll 11000 Euro ergaunert haben

Von Ole Rosenbohm

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Oldenburg/Ganderkesee. Wegen dreifachen Betrugs muss sich seit Freitag ein 34-jähriger Mann aus Ganderkesee vor dem Landgericht Oldenburg verantworten.

Erstinstanzlich hatte ihn das Amtsgericht Delmenhorst zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Dagegen legte der Mann Berufung ein – möglicherweise um eine Strafe von unter zwei Jahren zu erhalten. Diese könnte zur Bewährung ausgesetzt werden.

Geld auf Konto der Freundin

Im März 2016, so der Vorwurf, soll sich der Mann 11.000 Euro ergaunert haben. Das Geld landete auf dem Konto einer ehemaligen Freundin, die heute kein gutes Haar mehr an ihm lässt. Überwiesen wurde es vom Konto des Chefs der Lebensgefährtin des Angeklagten. Diese hatte Zugriff auf blank unterschriebene Überweisungsträger. Ob diese Lebensgefährtin die Überweisung durchgeführt hatte, konnte das Gericht aber in erster Instanz nicht sicher feststellen und sprach sie deshalb frei.

Menge Schulden

Fest stand für das Gericht, dass der Angeklagte das Geld genommen hat. Der Kontoinhaberin habe er weisgemacht, er würde Geld erwarten und es der Einfachheit halber auf ihr Konto schicken lassen, da er ihr ohnehin noch eine Menge schulden würde. Als 13.700 Euro eingingen, hob die Kontoinhaberin schnell 11.000 Euro ab und gab es ihm.

Bank meldet Fehlbuchung

Bald meldete sich die Bank, informierte die junge Frau über die Fehlbuchung. Sie stellte den Angeklagten zur Rede, berichtete vor Gericht, er habe sie bei diesem Treffen leicht verletzt und bedroht. Inzwischen hat die Bank das Geld dem Besitzer zurückerstattet, Forderungen an die Kontoinhaberin zurückgenommen. Das Geld blieb wohl beim Angeklagten, der später mehrmals größere Summen an Gläubiger und Lebensgefährtin überwies.

Barschecks über 1800 Euro

Die beiden anderen Fälle spielten sich im Mai 2016 ab, diesmal mit Barschecks der Firma der freigesprochenen Lebensgefährtin über je 1800 Euro. Der Angeklagte und sein Bruder sollen einen dieser Schecks am Bankschalter eingelöst haben – und stellten sich sodann noch mal an, um den zweiten einzulösen. Diesmal wurden die Bank-Mitarbeiter misstrauisch, woraufhin die beiden Brüder die Filiale ohne weiteres Geld verließen.

Wie vor dem Amtsgericht ließ sich der Mann nicht zu den Vorwürfen ein. Donnerstag wird der Prozess fortgesetzt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN