EU-Politiker zu Gast David McAllister besucht Amazonen-Werk in Hude

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Redeten über Brexit und Trump (v.l.): Astrid Grotelüschen, Christian Dreyer und David McAllister Foto: Sascha Sebastian RühlRedeten über Brexit und Trump (v.l.): Astrid Grotelüschen, Christian Dreyer und David McAllister Foto: Sascha Sebastian Rühl

Hude. Wie wichtig weltweiter Handel ist und wie sich Themen wie der Brexit oder Strafzölle in den USA vor Ort auswirken können, zeigte sich dem Europaabgeordneten David McAllister in Hude. Zusammen mit Bundestagsabgeordneter Astrid Grotelüschen besuchte er dort das Amazonen-Werk.

Der heutige CDU-Abgeordnete im EU-Parlament und frühere Ministerpräsident von Niedersachsen, David McAllister, hat am Freitag die Amazonenwerke in Altmoorhausen besucht. Für Deutschland als Exportnation seien mögliche Auswirkungen des Brexits oder Strafzölle ein wichtiges Thema, weswegen Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) ihren Parteikollegen McAllister zu diesem Unternehmensbesuch eingeladen hatte. „Ich freue mich, dass wir mit David McAllister einen über Deutschlands und Europas Grenzen hinaus geschätzten Außenpolitiker zu Gast haben und die Chance zum Gespräch bieten können“, so Astrid Grotelüschen im Vorfeld. Vor Ort zeigte sich dem Außenpolitiker, wie wichtig freier Handel für das Großunternehmen Amazone ist. Weltweit sind die landwirtschaftlichen Geräte gefragt, in Hude und Altmoorhausen hängen hunderte Arbeitsplätze an dem Werk. „80 Prozent unseres Umsatzes stammen aus dem Exportgeschäft“, betonte Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer.

Sorgen vor Brexit

Ein weicher Brexit und ein Handelsabkommen mit den USA: Das äußerten Unternehmer aus der Region vor Ort als Wunsch an die Politik. „Ein Land das den Binnenmarkt verlässt, kann nicht so gut bedient sein, wie eines das drin bleibt“, sagte McAllister zum Brexit, den er auch als britischer Staatsbürger als „großen Mist“ bezeichnete. „Aber das ist selbst gewähltes britisches Schicksal.“ Auch Astrid Grotelüschen sagte, dass es kein „Rosinenpicken“ für Großbritannien geben solle.

US-Handelsabkommen liegt auf Eis

Mit Kanada und Japan gebe es bereits Handelsabkommen, mit Südamerika, Singapur, Australien und Neuseeland werde es bald welche geben. Probleme mache nur Donald Trump. „Nur TTIP mit den USA liegt im Tiefkühlfach. Ob die Truhe jemals geöffnet wird, liegt an den USA.“ Vor allem in diesem Konflikt zeige sich, dass ein Mann wie der US-Präsident einzelne Länder als Verhandlungspartner nicht ernst nehme, daher brauche Deutschland die EU. Den Unternehmern aus der Region versprach McAllister, stets für sie da zu sein. „Wenn Sie glauben, dass Ihnen die Kommission helfen könnte, sprechen Sie uns an. Dafür sind wir da.“


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