Messe job4u in Oldenburg 161 Aussteller werben um Fachkräftenachwuchs

Von Ole Rosenbohm

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Wollen Berufsanfänger und Ausbilder zusammenbringen: (von links) Messe-Organisatorin Iris Krause, Thomas Hildebrandt (IHK), Holger Lottmann (Öffentliche Versicherungen Oldenburg) und Manuel Schicke (LzO). Foto: Ole RosenbohmWollen Berufsanfänger und Ausbilder zusammenbringen: (von links) Messe-Organisatorin Iris Krause, Thomas Hildebrandt (IHK), Holger Lottmann (Öffentliche Versicherungen Oldenburg) und Manuel Schicke (LzO). Foto: Ole Rosenbohm

Oldenburg/Landkreis/Delmenhorst. 10.000 Besucher aus der gesamten Region jährlich und dreimal mehr Aussteller als zum Start vor zehn Jahren: Die von der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) ins Leben gerufene Ausbildungsmesse job4u ist inzwischen „eine Marke und ein Maßstab“ geworden für alle Messen dieser Richtung, sagt Thomas Hildebrandt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen IHK. Am 14. und 15. September findet die Messe zum elften Mal in Oldenburg statt.

Die Plätze für die 161 Aussteller seien innerhalb von zweieinhalb Wochen ausgebucht gewesen. Präsentieren werden sich Betriebe, Hochschulen und Institutionen aus der Region, die in Theorie und Praxis zeigen, welche Berufe erlernt werden können. Insgesamt sind das knapp 300 sowie 200 Studiengänge. Das Rahmen- und Bühnenprogramm präsentiert der Radiosender Bremen Next.

Kostenfreie Job4u-App

Einzigartig macht die Veranstaltung für Hildebrandt der Charakter einer Orientierungsmesse. Schulklassen ab dem achten Jahrgang bereiten sich intensiv auf einen Besuch in der Unterrichtszeit am Freitag vor. Die Schüler lassen sich dann von „Azubi-Scouts“ durch die Halle führen, oder sie orientieren sich über die eigens kreierte kostenfreie Job4u-App mit interaktivem Messeplan, Notizfunktion und Kontaktmöglichkeiten zum Aussteller. In persönlichen Gesprächen mit Auszubildenden der anwesenden Betrieben kann sich der Berufsnachwuchs ein Bild über Arbeitsbedingungen, Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten machen. Und neue Ideen entwickeln. „Orientierung ist erst mal viel wichtiger als die gezielte Ausbildungsplatzsuche“, sagt Manuel Schicke, Leiter der Aus- und Fortbildung bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO).

Thema Fachkräfte ein Dauerbrenner

Zwar seien die Ausbildungs- und Besetzungsquoten im Oldenburger Land noch relativ hoch, sagt Hildebrandt, auf die Möglichkeit, ihr Unternehmen auf der Messe beim Nachwuchs zu positionieren, wollen aber die teilnehmenden Betriebe nicht mehr verzichten. „Das Thema Fachkräfte-Nachwuchs ist ein Dauerbrenner für die Firmen, auch hier im Oldenburger Land“, sagt Hildebrandt. Holger Lottmann, Personalentwickler bei den Öffentlichen Versicherungen, weiß: „Wir haben jedes Jahr Azubis, die wir über die job4u rekrutiert haben.“ Öffentliche und LzO sowie die EWE gehören zu den Sponsoren der von der IHK ins Leben gerufenen Messe.

Auch in englischer Sprache

Der Samstag gehört in der Regel den Familien oder den teils in Gruppen anreisenden Jugendlichen. 50 Kilometer um Oldenburg reiche der Einzugsbereich locker, sagt Iris Krause, die Organisatorin der Veranstaltung. Die Azubi-Scouts sind auch am Samstag aktiv. Zudem werden Messeführungen in englischer und französischer Sprache angeboten.

Eintritt frei an beiden Tagen

Die job4u findet jedes Jahr auch in Bremen (im Juni), in Bremerhaven (Stadthalle, 24. und 25. August) und in Wilhelmshaven (Stadthalle, 15. und 16. Februar 2019) statt. Die Veranstaltung in Oldenburg ist mit Abstand die größte. Eintritt wird nicht verlangt. Die Türen öffnen am Freitag, 14. September, um 9 Uhr und tags darauf um 10 Uhr. Bis jeweils 16 Uhr stehen die Aussteller dann dem Berufsnachwuchs zur Verfügung. Weitere Infos gibt es unter www.job4u-ev.de.


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