Festakt in Wildeshausen Trockenheit prägt Feier von Wasserverband

Von Biljana Neloska

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Feierten das 70-jährige Bestehen des Oldenburgisch-Ostfriesischens Wassverbands (v.l.): Landwirtschaftkammer-Präsident Gerhard Swetje, Umweltminister Olaf Lies, Rednerin Riina Leminsky, Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht und Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler. Foto: Biljana NeloskaFeierten das 70-jährige Bestehen des Oldenburgisch-Ostfriesischens Wassverbands (v.l.): Landwirtschaftkammer-Präsident Gerhard Swetje, Umweltminister Olaf Lies, Rednerin Riina Leminsky, Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht und Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler. Foto: Biljana Neloska

Wildeshausen. Der Oldenburgisch-Ostfriesiche Wasserverband (OOWV) hat am Freitag sein 70-jähriges Bestehen gefeiert – mit rund 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft. Darunter auch der niedersächsiche Umweltminister und der Minister für Wissenschaft und Kultur. Thema für beide: Wetterphänomene und Wasservesorgung.

Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat auch die Feier zum 70-jährigen Bestehen des OOWV geprägt.In Wildeshausen betreibt der Wasserverband, der seinen Hauptsitz in Brake hat, eines seiner insgesamt 15 Wasserwerke. Außerdem ist auf dem Gelände auch eine neue Betriebsstelle entstanden, die ebenfalls während des Festes eingeweiht wurde.

Wichtigkeit der Wasserversorgung

Gastredner waren unter anderem der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und der Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. Beide Minister betonten die Wichtigkeit der Wasserversorgung vor dem Hintergrund der aktuellen Wetterlage. „Die Wetterereignisse der letzten Zeit zeigen, dass der Bogen zwischen zu wenig Wasser und zu viel Wasser mitunter sehr gespannt ist. Insofern sind wir, was die langfristige Sicherung der Wasserversorgung angeht, mit unserem gestarteten Projekt ‚Niedersächsisches Wasserversorungskonzept‘ ganz eindeutig auf dem richtigen Weg“, sagte Minister Olaf Lies.

Auch Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur, ging auf dieses Thema ein: „Die Wasser- und Abwasserversorgung gehört zu den wichtigsten infrastrukturellen Voraussetzungen für das Funktionieren hoch entwickelter Zivilisationen. In einem heißen Sommer wie 2018 wird vielen erst deutlich, dass ausreichendes Trinkwasser in allen Haushalten keine Selbstverständlichkeit ist. Am Wasser hängt buchstäblich alles. Bei uns im Nordwesten ist man es kaum gewohnt, dass diese Ressource knapp werden kann.“ Die Infrastruktur und das Können der Mitarbeiter des OOWV würden verhindern, dass es in Wetterlagen wie diesen Sommer zu echten Schwierigkeiten komme. Das Wasserwerk in Wildeshausen trage einen Teil dazu bei, so Thümler.

Vergangenheit, Entwicklung, Zukunft

Der Wasserverbund wurde am 14. Juli 1948 durch die Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund gegründet. Ziel sei es damals gewesen, nach Kriegsende durch eine zuverlässige Wasserversorgung gleiche Lebensbedingungen in Städten und auf dem Land zu ermöglichen. „Unsere Gründungsväter haben ein tragfähiges Modell entwickelt, das sich ausschließlich am wohl der Allgemeinheit orientiert. Aus der Wassernot der Nachkriegszeit heraus gegründet, hat sich der OOWV heute zu einem Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit entwickelt. „Wir werfen heute nicht nur einen Blick in unsere Vergangenheit und Entwicklung, sondern wir blicken auch in die Zukunft dieses leistungsfähigen Verbandes sowie auf das neue, moderne Erscheinungsbild des OOWV“, sagte Verbandsvorsteher Sven Ambrosy.

Tag der offenen Tür

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband zählt zu den zehn größten Wasserversorgern in Deutschland. Neben 15 Wasserwerken betreibt er im Bereich der Abwasserversorgung 46 Kläranlagen. Der Verband beschäftigt rund 800 Mitarbeiter.

Am Sonntag, 19. August, lädt der OOWV im Wasserwerk in Wildeshausen (Pestruper Straße) zum Tag der offenen Tür ein. Besucher erwartet von 11 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Kinder können in einem Wasserlabor spielen und die „Physikanten“ zeigen in der H2O-Show Experimente. Mit dabei ist außerdem die Trinkwasserbar des OOWV.


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