Engere Taktung und neue Busse Hutfilter in Ganderkesee und umzu für 22 Linien verantwortlich

Von Ole Rosenbohm

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Setzen auf „allzeit gute Fahrt“ (v.li.): Reiner Bick, Stefan Bendrien (ZVBN), Schulamtsleiter Maik Ehlers, Landrat Carsten Harings, Firmen-Betriebsleiter Stefan Hutfilter und Inhaber Horst Hutfilter. Foto: RosenbohmSetzen auf „allzeit gute Fahrt“ (v.li.): Reiner Bick, Stefan Bendrien (ZVBN), Schulamtsleiter Maik Ehlers, Landrat Carsten Harings, Firmen-Betriebsleiter Stefan Hutfilter und Inhaber Horst Hutfilter. Foto: Rosenbohm

Wildeshausen/Ganderkesee. Für das Delmenhorster Busunternehmen „Hutfilters Reisedienst“ ist der vergangenen Dezember erfolgte Zuschlag beim europaweiten Ausschreibungsverfahren für das Betreiben des Linienbündels Nord wie eine Bestandsgarantie: „Jetzt haben wir die Gewissheit, dass wir die 101 Jahre voll bekommen“, sagte Inhaber Horst Hutfilter mit Blick auf die fast ein Jahrhundert lange Firmengeschichte.

Seit dem 1. August ist die Firma täglich verantwortlich für 230 Fahrten mit durchschnittlich 20 Haltestellen in den Gemeinden Hude und Ganderkesee sowie teilweise in den Städten Oldenburg, Wildeshausen und Delmenhorst.

Leichte Probleme

Leichte Probleme mit den Fahrplan-Echtzeitinformationen (etwa auf der VBN-App) sollen in zwei Wochen erledigt sein, ansonsten habe der Übergang gut geklappt, hieß es am Donnerstag bei einer Vorstellung einiger Neuerungen in Fuhrpark und Fahrplan. Allerdings sei der Norden wegen weniger Knotenpunkten und Anschlussstellen – wo ein Bus auf einen anderen warten muss – eher unkomplizierter, meinte Maik Ehlers, Leiter des Schulamtes. Zudem ist der neue Konzessionär erfahren, fuhr schon für Vor-Lizenznehmer Weser-Ems-Bus als Subunternehmerin – um danach den ehemaligen Partner im Bieterverfahren auszustechen.

Hutfilter ist nun verantwortlich für 22 Linien, davon 19 Schulbuslinien, zwei Linien zum Bremer Mercedes-Werk und die von Rethorn über Bookholzberg und – neu – den Ort Immer nach Ganderkesee fahrende Linie 220. Seit dem 1. August wird die Strecke auch samstags bedient – dreimal hin und zurück. Unangetastet blieben die drei Bürgerbuslinien in Ganderkesee. Insgesamt 660.000 Kilometer kommen für Hutfilter und seine Subunternehmer jährlich zusammen.

Verbesserungen eingeführt

Mit dem Wechsel nutzen Landkreis und ZVBN (Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) die Chance zu Verbesserungen. So seien sämtliche Busse auf der Linie 220 sowie 80 Prozent auf den anderen Linien niederflurig (gut für Rollstühle oder Gehhilfen), besäßen die neueste Abgasnorm Euro 6 und auch im Streckenplan sei jede Fahrminute überprüft und auch mal die ein oder andere Stichstraße aus dem Netz genommen worden, sagte Reiner Bick vom ZVBN. Hutfilters Reisedienst habe zusammen mit Subunternehmern seinen Fuhrpark erneuert, unter anderem sieben fabrikneue Busse gekauft.

Engere Taktung

Weitere Änderungen seien aber möglich, sagte Landrat Carsten Harings, vor allem zu Beginn der Schuljahre. Stefan Bendrien vom ZVBN ergänzte: „Wir gucken immer, wo Bedarfe sind.“ Auch sei wichtig, dass die Verbesserungen angenommen werden wie auf der Linie 220 mit den Samstagsfahrten und einer leicht engeren Taktung. „Eine Abstimmung mit den Füßen“, erwartet Bendrien. Zwei Jahre wolle man die Entwicklung beobachten.

Neue Firmenfarbe

Für Hutfilters Reisedienst hat sich übrigens mit dem neuen Auftrag nicht nur die Firmen-Perspektive erneuert, auch die Farben sind neu: Das Firmen-Gelb ist zu Blau geworden. Kein Problem: „Mittlerweile mag ich es ganz gerne“, sagte Horst Hutfilter


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