Orts- und Heimatverein Ganderkesee Heimatstube in Bürstel öffnet ihre Türen

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Auf die Frisierecke der Heimatstube ist der Orts- und Heimatverein Ganderkesee stolz: (von links) Fritz Witte, der Vorsitzende Gerold Ahlers und Günter Fleischer. Foto: Vincent BußAuf die Frisierecke der Heimatstube ist der Orts- und Heimatverein Ganderkesee stolz: (von links) Fritz Witte, der Vorsitzende Gerold Ahlers und Günter Fleischer. Foto: Vincent Buß

Bürstel. Zu einer Zeitreise lädt der Orts- und Heimatverein (OHV) Ganderkesee ein. Beim Tag der offenen Tür am 25. August können in der Heimatstube in Bürstel Alltagsgegenstände von früher bestaunt werden.

Von elf bis 17 Uhr steht die Heimatstube am Heidenwall 9 allen Interessierten kostenlos offen. Normalerweise können nur angemeldete Gruppen die Heimatstube besuchen. Für Stimmung sorgen Holger Schoberth mit seiner Drehorgel sowie Peter Mienert mit einer mittelalterlichen Schmiede. Hunger und Durst können mit selbstgebackenem Kuchen sowie Kaffee und Tee gestillt werden.

Das gibt es zu sehen

Rund 1500 Stücke umfasst die Sammlung des Orts- und Heimatvereins, schätzt der Vorsitzende Gerold Ahlers. Darunter sind echte Unikate: „Wir haben hier den Tisch, an dem der Ganderkeseer Fasching erfunden wurde.“ Oder auch eine Bottichwaschmaschine aus den 1930er-Jahren, die sich sogar noch dreht. Jedoch sei die nicht mehr ganz dicht, sagt Ahlers lachend. Neu mit dabei sind historische Fotos von Ganderkeseer Wirtshäusern. Damit will der OHV an die Gaststätten-Kultur erinnern. „Denn heute wird viel geklagt, dass die Wirtshäuser verschwunden sind“, erklärt Ahlers.

Um komplett in die Vergangenheit abzutauchen, sind viele Räume der Heimatstube von oben bis unten so eingerichtet, wie es damals üblich war. Es gibt zum Beispiel eine gute Stube, ein Nähzimmer und einen Waschraum. Aber nicht nur das: Besucher finden auch eine Frisierecke und ein Klassenzimmer.

So entstand die Heimatstube

Der „Legende“ nach, wie Ahlers sagt, geht die Heimatstube auf den Ganderkeseer Pastor Friedrich Bultmann zurück. Anlässlich der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1960 stellte er seine Sammlung historischer Alltagsgegenstände aus. Danach verschwand sie wieder in Abstellräumen. „Denn es gab damals keinen Ort, wo man die Sammlung hätte unterbringen können“, erzählt Ahlers. Bis sie dann 1986 mithilfe der Gemeinde im früheren Bürsteler Schulgebäude unterkam. Der OHV begann, die Räume herzurichten, sodass 1995 die ersten Besucher begrüßt wurden.

Das Gebäude wurde 1899 als Volksschule für Bürstel errichtet. Bis 1986 beherbergte sie Kinder von der ersten bis zur neunten Klasse, danach nur noch bis zur vierten. Drei Jahre später schloss die Schule endgültig. Bevor die Heimatstube dort einzog, wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt.

Anmeldungen und weitere Termine

Anmeldungen für Besichtigungen nimmt Günter Fleischer entgegen: telefonisch unter (04222) 3588 oder per Mail an fleischer-guenter@t-online.de. Zusätzlich zum 25. August öffnet die Heimatstube am Samstag, 18. August, für „Senioren on Tour“ und am Sonntag, 19. August zum Back- und Spielefest des OHV Bürstel-Immer.


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