Lehrkräfte von vier Kontinenten Schüler und Lehrer tauschen in Bookholzberg ihre Rollen

Von Thilko Gläßgen

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Deutschlehrerinnen Zeng Ying Shu bringt der 3b chinesische Zahlen bei. Foto: Thilko GläßgenDeutschlehrerinnen Zeng Ying Shu bringt der 3b chinesische Zahlen bei. Foto: Thilko Gläßgen

Bookholzberg Internationale Gast-Lehrer bereichern derzeit in Bookholzberg den Schulalltag von Grundschülern. Von dem ungewöhnlichen Schulprojekt profitieren aber am Ende aber alle Seiten.

Eigentlich unterrichtet Zeng Ying Shu in einer Grundschule im chinesischen Shanghai. Doch zur Zeit ist die Deutschlehrerin mit 19 weiteren Kollegen – unter anderem aus Argentinien, Weißrussland, Ägypten und Usbekistan – mit einem Stipendium des Goethe-Instituts in Bremen zu Gast. Sie alle unterrichten in ihren Heimatländern Deutsch als Fremdsprache.

Über eine ehemalige Stipendiatin und Freundin von Schulleiterin Dörte Lohrenz landeten die Pädagogen gestern an der Grundschule Bookholzberg. Shu unterrichtete gemeinsam mit ihren polnischen Kolleginnen Grazyna Nienychèo und Agnieszka Gasiorowska die 3b.

Forschen und Lernen

Zum Thema „Forschen und Lernen“ hatten die drei Pädagogen ein spielerisches Quiz über ihre Heimatländer vorbereitet. Während Shu stolz anmerkte, wie viel Interesse die Kinder an ihrer Heimat China haben, waren ihre polnischen Kolleginnen erstaunt, wie wenig die Bookholzberger Kinder über das Nachbarland Polen wissen.

Dennoch profitierten auch die Gast-Lehrer von ihrem Besuch in Bookholzberg. Sie mussten mit der emotionalen Stresssituation umgehen, in einer fremden Schule vor Deutsch-Muttersprachlern zu unterrichten. Doch die Schüler machten es den Lehrern denkbar einfach, wie auch Shu dankbar anmerkte: „Die Kinder sind alle sehr nett und hören uns zu.“

Anschließend mussten die Lehrer dann selbst ebenfalls gut zuhören, denn zum direkten Austausch zählte auch, dass die Dritt- und Viertklässler in die Rolle der Lehrer schlüpfen.

Für ihre internationalen Gäste hatten sie dafür eigens einen Parcours mit Stationen zum Thema Wasser aufgebaut. Hierbei sollte die Neugier der ausgebildeten Lehrer für das Thema Forschung in der Grundschule geweckt werden, sodass letztlich alle Teilnehmer vom Projekt profitieren.


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