Gisela Pauley übernimmt Heilpraktikerschule in Bookholzberg hat neue Leiterin

Von Birgit Stamerjohanns

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Bookholzberg. Gisela Pauley ist neue Schulleiterin der Heilpraktikerschule im Berufsförderungswerk Weser-Ems. Eine sichere medizinische Basis ist der ehemaligen Bio-Lehrerin besonders wichtig.

Die Gemeinschaft schätzt Gisela Pauley besonders an ihrem Beruf. „Wir arbeiten mit unseren Schülern intensiv zusammen und auch zu Absolventen der Schule besteht ein enger Kontakt“, sagt sie. Viele ehemalige Schüler der Heilpraktikerschule am INN-tegrativ Berufsförderungswerk Weser-Ems in Bookholzberg sind heute selbstständig, betreiben eigene Praxen. „Oft hospitieren unsere Schüler bei Heilpraktikern, die selbst bei uns gelernt haben.“ Der Bezug zur Praxis ist Gisela Pauley sehr wichtig, damit die Ausbildung nicht zu theoretisch wird. Seit Gründung der Heilpraktikerschule arbeitet die 63-Jährige bereits in Bookholzberg. Jetzt hat sie die Schulleitung von ihrem Vorgänger Rainer Schwede übernommen, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Nur zwei Schulen in Deutschland

Die Oldenburgerin Pauley ist eigentlich Biologie-Lehrerin, hat nach ihrem Studium unter anderem an der Universität und in der Weiterbildung im Gesundheitsbereich gearbeitet. „So entstand irgendwann der Wunsch, auf Heilpraktik umzuschwenken“, sagt die Schulleiterin. Vor 18 Jahren schrieb sie das Curriculum für die Ausbildung am Berufsförderungswerk, legte also Richtlinien und Inhalte der zweijährigen Ausbildung fest. Heute ist die Heilpraktikerschule am Berufsförderungswerk eine von zwei staatlich anerkannten Schulen in Deutschland.

Gärtner und Dachdecker als erfolgreiche Heilpraktiker

Eine weitere Besonderheit: Die Vollzeit-Ausbildung ist eine Rehabilitationsmaßnahme und wird von Trägern bezahlt, etwa von der Rentenkasse. Die Schüler können in der Regel aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr in ihrem alten Beruf arbeiten. Für die Ausbildung zum Heilpraktiker ist ein Schulabschluss nötig, aber nicht unbedingt eine medizinische Vorbildung: „Wir hatten schon Gärtner und Dachdecker, die jetzt erfolgreich als Heilpraktiker arbeiten“, berichtet Gisela Pauley. Oft seien gerade Handwerker sehr engagiert und talentiert.

Solide, naturwissenschaftliche Basis

Damit die Schüler nach dem Abschluss im Berufsleben Fuß fassen, setzt die Schulleiterin auf eine „solide, naturwissenschaftliche Basis“. Mit guten Grundlagen können sich die Schüler dann je nach Interesse spezialisieren. Typische Tätigkeitsfelder eines Heilpraktikers sind beispielsweise die Irisdiagnose, Akkupunktur oder Bachblütentherapie.

Aktuell 18 Teilnehmer

Momentan bietet die Heilpraktikerschule zwei Kurse mit insgesamt 18 Teilnehmern an. Ein bisschen was hat sich allerdings bereits geändert, seit Gisela Pauley die Schulleitung übernommen hat: Es finden neuerdings halbjährliche Einschulungen statt. Außerdem wird nicht mehr vorrangig im Klassenverband gelernt, sondern verstärkt in einzelnen Modulen und Gruppen. Das Ziel bleibt aber immer noch das Gleiche, so Schulleiterin Pauley: „Unsere Absolventen sollen möglichst in die Selbstständigkeit gehen und das nutzen, was sie bei uns gelernt haben!“


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