9. Bildhauersymposion eröffnet Fünf Bildhauer erschaffen in Hude aus Holzstämmen Kunst

Von Dirk Hamm

Gruppenbild mit Damen – drei davon aus Holz: Zur Eröffnung des Bildhauersymposions sind die Künstler (v. l.) Volker Sesselmann, Michel Renaud, Martina Kreitmeier, Thorsten Schütt, Andres Klimbacher und Symposion-Begründer Wolf E. Schultz ins Huder Rathaus gekommen. Foto: Dirk HammGruppenbild mit Damen – drei davon aus Holz: Zur Eröffnung des Bildhauersymposions sind die Künstler (v. l.) Volker Sesselmann, Michel Renaud, Martina Kreitmeier, Thorsten Schütt, Andres Klimbacher und Symposion-Begründer Wolf E. Schultz ins Huder Rathaus gekommen. Foto: Dirk Hamm

Hude. Fünf renommierte Künstler sind für eine Woche in der Gemeinde Hude zu Gast. Sie gewähren während des Huder Bildhauersymposions Einblicke in ihre kreative Arbeit.

Das 9. Huder Bildhauersymposion ist eröffnet. Bis zum 18. August werden in der Klostergemeinde fünf Künstler aus drei Ländern aus acht ziemlich gleichförmigen Eichenstämmen höchst individuelle Kunstwerke herausarbeiten.

Rund 50 Kunstfreunde waren am Sonntagnachmittag in das Huder Rathaus gekommen, um der Eröffnung des Bildhauersymposions beizuwohnen. Ort des künstlerischen Geschehens wird in den kommenden Tagen jedoch das Gelände des Luftsportvereins Hude neben der Tennishalle am Vielstedter Kirchweg 1 sein.

Fünf Bildhauer aus drei Ländern

Zu dem Symposion wird alle drei Jahre eingeladen. Begründet wurde das Kulturereignis vom Huder Bildhauer Wolf E. Schultz, bei den letzten Malen hat Thorsten Schütt aus Friedeburg im Landkreis Wittmund hochrangige Künstler nach Hude gelockt. Diesmal greifen neben Schütt Andres Klimbacher aus Österreich, Michel Renaud aus Frankreich, Martina Kreitmeier aus Bayern und Volker Sesselmann aus Thüringen zu Schlägel und Beitel.

Den Künstlern über die Schulter schauen

Das Besondere an dem gegenseitig befruchtenden gemeinsamen bildhauerischen Schaffen des Quintetts ist, dass es an allen Tagen möglich und erwünscht ist, den Künstlern über die Schulter zu schauen. „Es ist Sinn und Zweck des Symposions, dass dabei ein Dialog entsteht“, hob Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew bei der Eröffnungsveranstaltung im Rathaus hervor. Die Möglichkeit, den fünf Bildhauern am Vielstedter Kirchweg beim kreativen Prozess zuzusehen, besteht bis einschließlich Freitag, 17. August, immer von 8 bis 12.30 Uhr sowie von 14.30 bis 20 Uhr. Am Samstag, 18. August, sollen die Kunstwerke dann bei einer Abschlussveranstaltung ab 15 Uhr am Ort des Entstehens präsentiert werden.

Begleitausstellung im Huder Rathaus

Parallel zum Symposion sind ausgewählte Werke der fünf Künstler in einer Begleitausstellung im Huder Rathaus zu sehen. Die ausgestellten Arbeiten lassen erahnen, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen der Bildhauer auch während der gemeinsamen Woche in Hude ausfallen werden. Während etwa Volker Sesselmann mit seinen ultraschlanken, gleichsam wie Kaugummi in die Länge gezogenen Figuren noch im Gegenständlichen bleibt, hat Andres Klimbacher abstrakte und in Aluminiumguss angefertigte Skulpturen für die Schau ausgewählt.

Nach Abschluss des Symposions nehmen die Künstler ihre Werke wieder mit – allerdings sollten es idealerweise möglichst wenige sein, die es zu verstauen gilt, die mithin keinen Käufer gefunden haben. Denn, so betonte Thorsten Schütt: „Wir leben alle von der Kunst.“


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