SPD im Landkreis Oldenburg SPD startet mit Frauen- und Umweltthemen durch

Von Reiner Haase

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder redet beim Thema Wahlrecht für Frauen mit. Archivfoto: Holger Hollemann/dpaDie SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder redet beim Thema Wahlrecht für Frauen mit. Archivfoto: Holger Hollemann/dpa

Landkreis Oldenburg. Die SPD im Landkreis Oldenburg lässt ihre neuen Mitglieder zu Wort kommen. Im November geht es um 100 Jahre Wahlrecht für Frauen. Für den Umweltschutz soll eine neue Arbeitsgemeinschaft gegründet werden.

Die November-Revolution von 1918 hat nicht nur die Monarchie in Deutschland gestürzt, sondern auch das das vor allem von Sozialdemokratinnen geforderte Wahlrecht für Frauen durchgesetzt. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Landkreis Oldenburg nimmt den 100. Jahrestag zum Anlass einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 1. November, in Kirchhatten.

Landespolitikerin Modder kommt

„Wir laden Politikerinnen und die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Oldenburg ein. Wir beleuchten das Thema Frauen und Politik im Allgemeinen bis hin zu den aktuellen Gegebenheiten vor Ort“, kündigt die AsF-Vorsitzende Uta Wilms an. Die Kirchhatterin freut sich, dass Johanne Modder teilnimmt. Die Wahl der Ostfriesin zur Vorsitzenden der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat 2013 die jahrzehntelange Männerdominanz auf diesem Posten beendet. Nach der Landtagswahl im vergangenen Jahr ist Modder im Amt bestätigt worden.

Neue Mitglieder gewonnen

Die SPD hat im Landkreis Oldenburg laut Geschäftsführer Moritz Bischoff in jüngster Zeit verstärkten Zulauf junger Mitglieder verzeichnet. Das habe die Sterbefälle ausgeglichen. Aktuell gehören der hiesigen SPD 670 Mitglieder an. Axel Brammer, der Vorsitzende des Kreisvorstands, will bei einem Neumitgliedertreffen am Donnerstag, 30. August, erfahren, mit welchen Wünschen und Forderungen die Neuen in die SPD gekommen sind. Sein Stellvertreter Bernd Bischof sammelt weiterhin Anregungen und Forderungen an die Bundespartei, über die die hiesigen Mitglieder in einer Klausurtagung am Sonnabend, 29. September, entscheiden sollen.

Arbeitskreis Umweltschutz

Brammer, als Abgeordneter im Umweltausschuss des Landtags aktiv, regt die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz an. „Als ich vor einigen Jahren vom Insektensterben sprach, wurde ich belächelt. Inzwischen sind die Menschen durch die Klimaveränderungen sensibler geworden“, stellt er fest. Das Blühstreifenprogramm für die Landwirtschaft zeige Wirkung. Brammer fordert alle Gartenbesitzer auf, mit Blumen, Kräutern und Sträuchern Insektennahrung in die Gärten zu bringen.


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