380.000-Euro-Projekt nahe Ganderkesee Wiggersloher Brücke fertig und deutlich günstiger als erwartet

Von Thomas Deeken

Sie freuen sich darüber, dass die Wiggersloher Brücke zwischen Ganderkesee und Harpstedt fertig ist: (von links) Ingenieur Thomas Woischke aus Verden, Bürgermeisterin Alice Gerken, Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, und Ingenieur Dominik Chylek aus Bremen. Foto: Thomas DeekenSie freuen sich darüber, dass die Wiggersloher Brücke zwischen Ganderkesee und Harpstedt fertig ist: (von links) Ingenieur Thomas Woischke aus Verden, Bürgermeisterin Alice Gerken, Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, und Ingenieur Dominik Chylek aus Bremen. Foto: Thomas Deeken

Wiggersloh. Nach rund fünfmonatiger Bauzeit ist am Freitag in Wiggersloh in der Gemeinde Ganderkesee die neue Brücke auf der Wiggersloher Straße über die Delme fertig geworden. Am späten Nachmittag wird die Straße wieder freigegeben.

Diese gute Nachricht für alle diejenigen, die es gewohnt waren, schnell aus der Gemeinde Ganderkesee in Richtung Große Höhe zu fahren, und fünf Monate lang einen Umweg in Kauf nehmen mussten, wird allerdings noch getoppt: Denn das Bauwerk ist nach Angaben von Bürgermeisterin Alice Gerken und Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, günstiger geworden als gedacht: Statt zunächst einkalkulierter Kosten in Höhe von rund 530.000 Euro kamen am Ende inklusive der Kosten für den Abriss etwa 380.000 Euro Gesamtkosten für die Gemeinde heraus. Eine Förderung gab es nicht.

Sanierung war nicht möglich

Die 1937 gebaute Brücke war bereits in die Jahre gekommen: Die Tragfähigkeit war nicht mehr gegeben, sodass der Fahrzeugverkehr schon seit Jahren eingeschränkt werden musste. Und weil nach Angaben von Kahl eine komplette Sanierung nicht möglich war, wurde ein Neubau beschlossen.

Gute Ausschreibungsergebnisse

Günstiger sei das Bauwerk am Ende wegen der Wiederverwendung der sogenannten Widerlager für die Baugrubensicherung und wegen der guten Ausschreibungsergebnisse geworden. Und noch ein Vorteil: Ohne die bereits vorhandenen Widerlager hätten die Arbeiten rund ein Jahr gedauert, so Ingenieur Dominik Chylek aus Bremen.

Kein Begegnungsverkehr möglich

Die neue Brücke wurde in einer Breite von sechs Metern hergestellt. Die Fahrbahnbreite beträgt 4,50 Meter. Das heißt: Auf der Brücke können sich Fahrzeuge nicht begegnen. Das Bauwerk ist laut Fachdienstleiter Kahl aber breit genug für große und schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, mit denen in diesem Bereich das Land bewirtschaftet wird. Ebenso wie Landwirte waren während der fünf Monate dauernden Straßensperrung beispielsweise auch Pendler, Radfahrer sowie die Besucher des Schullandheims, des Flugplatzes und des Tagungshauses „Mikado“ betroffen.


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