Tourismus in Ganderkesee Urlaub auf dem Land liegt im Trend

Von Marie Busse


Ganderkesee. Die Zahlen der Übernachtungen in der Gemeinde Ganderkesee steigen kontinuierlich. Großen Anteil daran hat der Campingplatz am Falkensteinsee, aber auch Melkhüser werden als Tagesziele gern besucht.

Urlaub auf dem Land liegt im Trend. Das zeigt sich auch in der Gemeinde Ganderkesee: Die Zahl der jährlichen Übernachtungen stieg von 47000 im Jahr 2009 auf 86000 im Jahr 2017 – ein Plus von 86 Prozent, das zeigt die Auswertung des Landesamts für Statistik. Im vergangenen Jahr kamen rund 34000 Besucher und auch das ist ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber 2009. Da kamen nur rund 23000 Gäste. Einmal in der Gemeinde bleiben die Besucher auch länger. Durchschnittlich 2,5 Tage verbringen sie in Ganderkesee. 2013 waren es nur zwei Tage. Auch wenn die amtliche Statistik nur Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten und Campingplätze ab zehn Stellplätzen berücksichtigt, ist diese Entwicklung abzulesen.

Campingplatz ist Besuchermagnet

„Die Zahlen steigen kontinuierlich und den größten Anteil daran hat der Campingplatz am Falkensteinsee“, sagt Meike Saalfeld von der Gemeinde Ganderkesee. 2014 modernisierten Rieke Meiners und Rik Geiger den Platz und ziehen eine positive Bilanz. „Wir sind an diesem Wochenende ausgebucht“, sagt Meiners. Und viele der Gäste kommen wieder. „Rund 70 Prozent der Gäste besuchen uns nochmal“, betont sie. Der Platz bietet 350 Stellplätze und rund 150 Zeltplätze. Den anhaltenden Besucherstrom führt sie auf viele Faktoren zurück: „Wir haben viele Serviceangebote, der Platz ist übersichtlich aber wir überlegen uns auch immer wieder neue Aktionen.“

Melkhüser als Tagesziel

Über den Campingplatz hinaus hat die Gemeinde noch weitere Attraktionen zu bieten. „Das Freibad gehört dazu, aber auch die Melkhüser an den Radwegen werden gut angenommen.“ Die Melkhüser bieten Bauernhofflair, auch wenn dort nicht übernachtet werden kann. Beim Kühlinger Melkhus toben die Kinder und streicheln Tiere, während die Eltern bei einem Milchshake entspannen. Ein echter Urlaub auf dem Bauernhof ist in der Gemeinde jedoch nicht möglich. „Wenn der Boden gut ist, sind die Landwirte oft nicht darauf angewiesen sich mit dem Tourismus ein zweites Standein aufzubauen“, begründet Alke Buddensiek von der Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande das Fehlen des Angebots. Die Arbeitsgemeinschaft vermarktet 250 Höfe in Niedersachsen, die ihre Baernhöfe für Übernachtungsgäste öffnen. Niedersachsenweit liege der Urlaub auf dem Bauernhof aber voll im Trend: „Die Zahlen steigen und vor allem für Familien aus großen Städten ist das eine Auszeit.“


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