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Enorme Waldbrandgefahr Betreten von Wäldern wird im Kreis Oldenburg eingeschränkt

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Völlig ausgedörrte Wälder bieten im Kreis Oldenburg ein enorm hohes Brandrisiko: Bereits im Mai rückten Feuerwehrleute in Dötlingen an, um dort ein Waldstück zu bewässern. Archivfoto: Jannis WilgenVöllig ausgedörrte Wälder bieten im Kreis Oldenburg ein enorm hohes Brandrisiko: Bereits im Mai rückten Feuerwehrleute in Dötlingen an, um dort ein Waldstück zu bewässern. Archivfoto: Jannis Wilgen

Landkreis Oldenburg. Wegen der enormen Waldbrandgefahr infolge der anhaltenden Hitzewelle schränkt der Landkreis Oldenburg ab sofort das Betreten der freien Landschaft ein.

Nach einer am Freitagmittag erlassenen Waldbrandverordnung ist es ab sofort verboten, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten Straßen, befahrbare Wege sowie markierte Wander- und Reitwege zu verlassen. Außerdem ist es untersagt, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten oder in gefährlicher Nähe davon Feuer anzuzünden, zu rauchen und mit feuergefährlichen Gegenständen umzugehen.

Ein Verstoß gegen die Verordnung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße geahndet werden. Die Verordnung wurde veröffentlicht im Amtsblatt für den Landkreis Oldenburg und ist im Internet einsehbar.

Betretungsrecht wird eingeschränkt

Die Kreisverwaltung habe sich in Abstimmung mit dem Forstamt Ahlhorn und Stefan Grußdorf als Vertreter der Waldbrandbeauftragten Regina Dörrie zu diesem Schritt entschieden.

„Die Waldbrandgefahr wird aktuell als sehr hoch eingeschätzt, so dass das Betretungsrecht der freien Landschaft zur Minimierung der Brandgefahr zum Wohl der Allgemeinheit eingeschränkt wird“, erläutert Landkreissprecher Oliver Galeotti.

Angesichts ausgedörrter Wälder und großer Trockenheit auf weiter Flur bittet auch die Kreisfeuerwehr um besondere Vorsicht bei Aufenthalten im Freien. „Ein kleiner Funke oder eine weggeworfene Zigarette kann zu einem bedrohlichen Feuer werden“, betont der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hattendorf. Selbst ein warmgefahrenes Auto, auf einer ausgetrockneten Wiese geparkt, könne einen Brand auslösen.

Bauern halten Löschwasservorrat bereit

Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis haben sich in den vergangenen Tagen auf mögliche Einsätze vorbereitet. So wurden unter anderem in Zusammenarbeit mit Landwirten Güllefässer mit Wasser befüllt, um schnell reagieren zu können.

Die Kreisverwaltung ruft unterdessen auch zum sparenden Einsatz von Trinkwasser auf. „Es hat erste Priorität, dass wir mit Trinkwasser gut versorgt sind“, sagt Erster Kreisrat Christian Wolf.


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