Umfrage in Delmenhorst Arbeitnehmer leiden unter Hitze

Von Marie Busse und Vincent Buß

Die Dachdecker Heiko Gatzemeyer, 43, (li.) und Patrick Nehring, 27,arbeiten in der prallen Sonne Foto: Marie BusseDie Dachdecker Heiko Gatzemeyer, 43, (li.) und Patrick Nehring, 27,arbeiten in der prallen Sonne Foto: Marie Busse

Delmenhorst. In manchen Berufen wird die Hitze zur besonders großen Last. Manche arbeiten in Delmenhorst täglich bei 60 Grad oder legen 30 Kilometer auf dem Rad zurück.

Das dk hat Arbeitnehmer besucht, die bei der aktuellen Hitze unter Extrembedingungen aktiv sind. Mit dabei: Bauarbeiter, Dachdecker, Taxifahrer, Köche, Postboten und Kommissionierer.

Den heißesten Arbeitsplatz haben Thorsten Störmer und Mehmet Ali Sari. Störmer betreibt den Imbiss Logemann, Sari arbeitet im Elvan Grill. Vor den Herden wird es in beiden Gastronomien rund 60 Grad heiß. Wenn Cornelia Rehberg morgens für die Citipost als Zustellerin auf dem Rad unterwegs ist, ist es zwar nicht so warm. Dafür legt sie dann Strecken von fast 30 Kilometern zurück.

Was die Arbeit in der Hitze noch anstrengender macht, ist spezielle Kleidung. Andreas Wurthmann muss als Vorarbeiter im Tiefbau über seiner Alltagskleidung noch einen Schutzanzug tragen. Dazu kommen Sicherheitsschuhe und oft auch ein Helm. Dicke Kleidung trägt auch Dominik Zyweck. Er arbeitet als Kommissionierer im Lager der Firma Heimfrost. Doch dort herrschen eiskalte Minus 21 Grad. Somit hat er den wohl kältesten Arbeitsplatz.

Viele Arbeitgeber machen wegen der Hitze Zugeständnisse an ihre Belegschaft. Störmer ist in seinem Imbiss besonders großzügig: „Bei Temperaturen von über 35 Grad machen wir nachmittags zu.“


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