Wirtschaft im Landkreis Oldenburg Pläne für Gewerbe in Dötlingen reifen

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gewerbe und vielleicht auch ein bisschen Industrie statt Mais und Wintergerste: Unmittelbare Anwohner geben deutlich zu erkennen, dass sie nichts vom interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg halten. Dennoch soll die Planung um die Jahreswende 2018/2019 herum beschlussreif sein. Foto: Reiner HaaseGewerbe und vielleicht auch ein bisschen Industrie statt Mais und Wintergerste: Unmittelbare Anwohner geben deutlich zu erkennen, dass sie nichts vom interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg halten. Dennoch soll die Planung um die Jahreswende 2018/2019 herum beschlussreif sein. Foto: Reiner Haase

Dötlingen/Landkreis Oldenburg. Gewerbe- und Industriebetriebe sollen sich ab 2019 im Gewerbegebiet „Das Brakland“ niederlasse können. Die Gemeinde Dötlingen treibt die Feinarbeit am interkommunalen Projekt voran.

Mitten in der Ferienzeit haben am Dienstag die Fachleute der Dötlinger Gemeindeverwaltung mit jenen der beteiligten Planungsbüros NWP Oldenburg und IDN Oyten drei Stunden lang über den Unterlagen für das geplante Gewerbegebiet „Das Brakland“ gebrütet. „Wir wollen keine Zeit verlieren“, erklärt der Dötlinger Bauamtsleiter Uwe Kläner. Er geht dennoch davon aus, dass der vorgesehene Zeitplan nicht ganz eingehalten wird. Die beschlussreife Version der Planung wird dem Gemeinderat Kläner zufolge wohl eher Anfang 2019 statt Ende 2018 vorgelegt werden können.

Feinarbeit an Gutachten

Vor knapp zwei Wochen ist die frühzeitige Bürgerbeteiligung abgeschlossen worden. Das Planungsteam hatte laut Kläner jetzt besonders die vorgetragenen Anregungen und Einwände im Blick. Dem Zeitplan zufolge war vorgesehen, dass der Bauausschuss des Gemeinderats abwägt, was in die Planungen aufgenommen und was verworfen wird. Das werde kaum zu schaffen sein, sagt Kläner voraus. Es müsse auch noch Feinarbeit an Gutachten geleistet werden, unter anderem zum Einfluss des künftigen Gewerbegebiets auf die Vogelwelt und die Fledermäuse.

Verkehrswege werden verändert

Das Planungsbüro IDN, beauftragt mit der Planung der Abwasser- und Regenwasserkanäle und der Verkehrswege, müsse auch noch im Detail festlegen, welche Veränderungen es an den Straßen und Einmündungen geben soll. Betroffen sind insbesondere die Bundesstraße 213, die Iserloyer Straße und die Straße Brakland. In das von einem Grünstreifen aufgeteilte Gewerbegebiet sollen Stichstraße von der Iserloyer Straße aus in den nördlichen und von der Straße Brakland aus in den südlichen Teilbereich führen.

Poller lässt Trecker durch

Kläner berichtet, dass am Dienstag ein Vorschlag auf dem Tisch lag, wie die Straße Brakland wirksam geteilt werden kann, um Durchgangsverkehr zu verhindern. „Es gibt 18 Zentimeter hohe Poller. Trecker und Arbeitsmaschinen kommen darüber hinweg, Autos nicht“, so Kläner. „Extrem landwirtschaftsfreundlich“ nennt der Bauamtsleiter die mögliche Lösung. Allerdings komme dann auch der Schulbus nicht mehr durch.

18 Hektar Nutzfläche

„Das Brakland“ soll auf rund 18 Hektar Nutzfläche die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben ermöglichen. Für die Gewerbe- und Industriebetriebe sollen Einschränkungen formuliert werden.

Kommunales Gemeinschaftswerk

Das interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg liegt direkt an der B 213. Kartendaten: 2017 Geobasis-De/BKG, 2009 Google/Grafik Jan Eric Fiedler

Auf der Grundlage eines Kooperationsvertrags sind die Gemeinde Prinzhöfte und die Stadt Wildeshausen an den Kosten und Erträgen beteiligt. Als interkommunales Gewerbegebiet wird das Projekt vom Land Niedersachsen durch besonders günstige Kredite bei der N-Bank unterstützt. Die Kosten für den Grunderwerb, die Planung, die Erschließung und die Ausgleichsmaßnahmen sollen möglichst unter acht Millionen Euro gehalten werden. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Oldenburg empfiehlt Kommunen, die ein ähnliches interkommunales Projekt im Sinn haben, sich zu sputen: Die besonders hohen Förderungen der N-Bank könnten 2020 gestrichen werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN