dk-Serie Ausbildung in Ganderkesee Durch Formenbau, Schweißen und Montieren zum Metallbauer

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Luca Schoote (links) und Jonas Schwanewedel werden derzeit bei Hawart Sondermaschinenbau zu Metallbauern, Fachrichtung Konstruktionstechnik, ausgebildet. Foto: Thomas DeekenLuca Schoote (links) und Jonas Schwanewedel werden derzeit bei Hawart Sondermaschinenbau zu Metallbauern, Fachrichtung Konstruktionstechnik, ausgebildet. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Ausbildung in der Gemeinde Ganderkesee: Luca Schoote und Jonas Schwanewedel werden Metallbauer.

Drei Lehrjahre neigen sich dem Ende entgegen. Jetzt geht es ins letzte halbe Ausbildungsjahr – und damit nicht nur in die Prüfungsphase, sondern auch in die Bereiche, die sie am liebsten mögen. Das heißt: Der 20-jährige Luca Schoote, gebürtig aus Harpstedt, wird im Bereich Formenbau eingesetzt, der Huder Jonas Schwanewedel, ebenfalls 20 Jahre alt, geht in die Endmontage. Beide werden derzeit bei Hawart Sondermaschinenbau am Handwerksweg in Ganderkesee zu Metallbauern, Fachrichtung Konstruktionstechnik, ausgebildet. Beide schätzen die Arbeit und das Klima im Betrieb und würden auch gerne nach der Lehre bei Hawart bleiben. „Aber im Prinzip bin ich für alles offen. Ich konzentriere mich auf die Prüfung. Und mal schauen, was sich dann ergibt“, sagt Luca Schoote.

In der Windkraftbranche unterwegs

Die Firma Hawart, abgekürzt für „Handel mit Waren aller Art“, 1987 in Bremen gegründet, ist seit 1988 in Ganderkesee zu Hause. Das Unternehmen ist sehr stark in der Windkraftbranche unterwegs und stellt für den internationalen Markt unter anderem die unterschiedlichsten Transportsysteme für Windkrafträder für den Straßen- und Seeweg sowie riesige Werkzeuge für den Formenbau von Rotorblättern her.

„Alle sind hilfsbereit“

Jonas Schwanewedel hatte nach dem Besuch der Peter-Ustinov-Schule in verschiedene Berufsbereiche hineingeschnuppert. Den besten Eindruck habe er aber bei Hawart bekommen. Es habe alles gepasst, zumal er nicht in einem Büro, sondern viel lieber handwerklich arbeiten wollte. Ähnlich erging es seinem Kollegen, der die Haupt- und Realschule in Harpstedt und für ein Jahr die Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen besucht hatte. Durch private Kontakte sei er auf Hawart aufmerksam geworden. Er absolvierte ein Praktikum und nahm die Ausbildungsstelle an. Sein Fazit bis heute: „Alle sind hilfsbereit, nehmen sich Zeit. Und auch wenn mal was falsch gemacht wird, wird in den meisten Fällen alles noch mal ruhig erklärt“, sagt er.

Derzeit fünf Auszubildende

In der Firma lernen derzeit fünf Auszubildende, die in dreieinhalb Jahren ein nach Angaben der Geschäftsführung vielseitiges Programm durchlaufen, in dem umfangreiches Fachwissen vermittelt wird. Dazu gehören unter anderem das Sägen, Fräsen, Bohren, Feilen, Drehen, Schleifen, Schweißen und Montieren, um sich am Ende Metallbauer nennen zu dürfen – ein Beruf, in dem im Einzelnen auch der Schweißer, der Schlosser, der Monteur sowie der Zerspanner stecken.

Strukturierter Ausbildungsplan

Das junge Team, das im nächsten Monat um zwei weitere Auszubildende ergänzt wird, wird seit rund eineinhalb Jahren nach einem strukturierten Plan ausgebildet. Dabei geht es für jeden mal in die Bereiche Betriebstechnik, Formenbau, Schweißen, Vorfertigung, Endmontage, Qualitätssicherung und Lager – und zwar montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags von 7 bis 13 Uhr. Je nach Auftragslage gebe es auch mal samstags etwas zu tun. Das sei aber freiwillig, so die beiden Auszubildenden, die derzeit wegen der Hitze sogar schon um 6 Uhr loslegen und eine Stunde früher aufhören. Für ihren Einsatz erhalten die Auszubildenden einen tariflichen Lohn: 648 Euro im ersten Lehrjahr, 714 im zweiten, 871 im dritten und 932 im vierten.

Gute in Mathe und Deutsch

Voraussetzungen, um bei Hawart zu lernen, sind laut der kaufmännischen Leiterin Susan Meis eine gute oder befriedigende Note in Mathe und Deutsch und eine gute körperliche Fitness. „Außerdem müssen die Auszubildenden hier bei uns reinpassen“, ergänzt Werkstattleiter Arnd Lindhorst. Das würde man dann während der Praktika sehen.


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