Spektakel ohne Handy und Strom Hoykenkamper Familie beim „Mittelalterlychen Gedraengel“

Von Birgit Stamerjohanns

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Im grünen Gewand der „Drachenwächter“: Gaby Lübben und ihr Mann Christian Kaufmann-Lübben werden beim „Mittelalterlychen Gedraengel“ ihre Zelte aufschlagen. Foto: LübbenIm grünen Gewand der „Drachenwächter“: Gaby Lübben und ihr Mann Christian Kaufmann-Lübben werden beim „Mittelalterlychen Gedraengel“ ihre Zelte aufschlagen. Foto: Lübben

Hoykenkamp/Hengsterholz. Der Mittelalter-Markt in Hengsterholz findet am 1. und 2. September statt. Der Eintritt ist auch in diesem Jahr kostenlos.

Wenn Gaby Lübben und ihr Mann Christian Kaufmann-Lübben zu einem Mittelalterfest anreisen, brauchen sie viel Platz im Auto. Zwei Zelte, Feldbetten, eine Feuerstelle und ein Lagertisch müssen zusammen mit den Kostümen verstaut werden. Am ersten Septemberwochenende ist es wieder so weit, dann wird die vierköpfige Familie beim „Mittelalterlychen Gedraengel“ in Hengsterholz ihr Quartier aufschlagen.

„Bis alles steht, dauert es rund drei Stunden“, so Gaby Lübben. Auf Handy und Strom verzichtet Familie Lübben – schließlich soll das Lager möglichst authentisch sein.

Clan der lustigen Drachenwächter

Auch einen Clannamen haben die Hoykenkamper: „Gelir Amlug Beria“. Das bedeutet in der fiktiven Sprache der Elben so viel wie: die lustigen Drachenwächter. „Und lustig geht es bei uns immer zu, auch die Kinder genießen die Lager-Wochenenden in der Natur“, berichtet die 41-Jährige. Peter Mienert, Mitorganisator des Mittelaltermarktes in Hengsterholz, freut sich über Lagerleute, die auf der Festwiese campieren: „Dadurch wird die Veranstaltung besonders authentisch.“

Einige Mittelalter-Fans reisen sogar viele Hundert Kilometer nach Hengsterholz, um beim „Mittelalterlychen Gedraengel“ dabei zu sein. Dazu kommen professionelle Händler, die den Besuchern traditionelles Handwerk und mittelalterliche Unterhaltung näherbringen. Der Markt auf der Festwiese beim Dorfgemeinschaftshaus beginnt am Samstag, 1. September, um 12 Uhr.

Wie lange die Mittelalterfreunde durchhalten, kann Peter Mienert noch nicht sagen: „Bis keiner mehr Lust hat, auf jeden Fall bis in die Nacht.“ Um 20.30 Uhr soll an diesem Abend eine Feuershow zu sehen sein. Am Sonntag, 2. September, ist das „Mittelalterlyche Gedraengel“ dann von 11 bis 17 Uhr zu erleben.

Viel privates Engagement nötig

Anders als bei anderen Mittelaltermärkten kostet die Veranstaltung in Hengsterholz keinen Eintritt, die Besucher können sich mit einer Spende beteiligen. Gaby Lübben lobt die Organisatoren: „Für so viel privates Engagement bedankt man sich gern mit einer Spende. Der Markt ist nicht kommerziell und das ist eine wertvolle Erfahrung in der heutigen Zeit!“ Peter Mienert würde sich allerdings sehr über einen Großsponsor freuen, denn im Moment zahlt er als Organisator drauf.

Welches ihrer verschiedenen Kostüme sie in Hengsterholz tragen wird, weiß Gaby Lübben noch nicht: „Das wird je nach Lust und Laune spontan entschieden!“ Genügend Auswahl hat ihr Mittelalter-Kleiderschrank auf jeden Fall zu bieten – von der Lederkorsage bis hin zum Burgfräulein-Gewand ist alles dabei.


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