Parkplatznot für Lastwagen Platz für Ruhepausen nach Bauarbeiten an A 1

Von Reiner Haase

Bauarbeiten an der Autobahn 1: Der ehemalige Notlandeplatz zwischen Groß Ippener und Wildeshausen wird zu einem modernen, allerdings unbewirtschafteten Ratsplatz.. Foto: Reiner HaaseBauarbeiten an der Autobahn 1: Der ehemalige Notlandeplatz zwischen Groß Ippener und Wildeshausen wird zu einem modernen, allerdings unbewirtschafteten Ratsplatz.. Foto: Reiner Haase

Landkreis Oldenburg. An der Autobahn 1 werden zwischen Groß Ippener und Wildeshausen neue Rastplätze gebaut. Für weitere Ausbaupläne zwischen Stuhr und Ahlhorn sind die Pläne schon gezeichnet.

Ein Erdwall, mehrere hundert Meter lang, ist einer der Vorboten einer neuen Rastanlage an der Autobahn 1 zwischen Groß Ippener und Wildeshausen. In ein paar Monaten sollen hier, in Höhe von Klein Henstedt in der Gemeinde Prinzhöfte, 50 Lastwagen oder Personenwagen mit Anhänger und Wohnmobile, 32 Personenwagen und zwei Busse einen Parkplatz finden. Direkt hinter dem Wall, der die Rastenden vor dem Lärm der Fahrzeuge auf der Autobahn schützen soll, gibt es dann außerdem einen 200 Meter langen Streifen zum Abstellen von Schwertransportern.

Parkplatz heißt „Delmetal“

Die Reisenden werden ein Haus mit Toiletten und Waschgelegenheiten vorfinden; ansonsten wird die Rastanlage nicht bewirtschaftet. „Als Name der Anlage ist ,Delmetal‘ vorgesehen“, teilt die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.

Neue Rastanlagen beiderseits der A 1

Auf der Nordseite der A 1 laufen die Erdarbeiten auf dem ehemaligen Militärnotlandeplatz, der zuletzt als Lagerfläche für die Autobahnmeisterei genutzt worden war, seit April; im Februar 2019 soll die Rastanlage an der Richtungsfahrbahn Osnabrück fertiggestellt worden sein. Seit Mai wird ein paar hundert Meter weiter westlich auch an der Südseite der Autobahn – Fahrtrichtung Bremen – gebuddelt. Hier, bisher ein notdürftig hergestellter Parkplatz, wird eine nahezu identische unbewirtschaftete Rastanlage mit Toilettenhaus gebaut. Die Planer haben hier lediglich 20 Meter weniger Stellfläche für Schwertransporter untergebracht. Dieser Teil der Rastanlage Delmetal soll im März 2019 benutzt werden können.

Fahrer stark unter Druck

Das niedersächsische Verkehrsministerium hat im vergangenen Jahr 1800 neue Lastwagenstellplätze an Autobahnen in Niedersachsen bis 2025 angekündigt. Brummifahrer stehen besonders unter Druck. Sie müssen Pausenregelungen einhalten, wenn sie kein Bußgeld riskieren wollen. Dafür benötigen sie Stellplätze, und die sind an der A 1 zwischen dem Dreieck Stuhr und dem Dreieck Ahlhorner Heide in den letzten Jahren wegen der drastisch gestiegenen Transportraten im Güterverkehr auf der Straße rar geworden.

Weitere Parkplätze im Visier

Auf dem 60 Kilometer langen Autobahnabschnitt gab es bisher nur zwei kleine Parkplätze in Fahrtrichtung Süden und drei kleine Parkplätze in Fahrtrichtung Norden. Das verschärft bei den Raststätten Wildeshauen-Nord und -Süd die Parkplatznot. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr kündigt deshalb weitere Parkplatzvergrößerungen an.

Plätze in Ahlhorn schon genehmigt

Der Ausbau der kleinen Parkplätze auf Ahlhorner Gebiet zwischen der Anschlussstelle Wildeshausen-West und Dreieck Ahlhorner Heide ist planerisch schon in trockenen Tüchern. Die Kapazitäten entsprechen jenen im Delmetal. Das gilt auch für den geplanten Ausbau der kleinen Parkplätze nördlich und südlich der A 1 nahe dem Stuhrer Dreieck/Kiekutsee.

Auch Raststätten im Blick

Auf längere Sicht haben die Straßenbaubehörde und der Raststättenbetreiber Tank und Rast auch den Ausbau der Raststätten Wildeshausen-Nord und -Süd im Blick. Hier wird die Umbauplanung komplizierter, weil auch die Interessen des Tankstellen- und Restaurantpächters zu berücksichtigen sind.


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