1,4-Millionen-Euro-Projekt der Gemeinde Huder Kunstrasenplatz am Samstag offiziell eingeweiht

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Bürgermeister Holger Lebedinzew hat am Samstag die neue Sportanlage mit Kunstrasenplatz und moderner Leichtathletikanlage am Vielstedter Kirchweg in Hude offiziell eingeweiht. Foto: Thomas DeekenBürgermeister Holger Lebedinzew hat am Samstag die neue Sportanlage mit Kunstrasenplatz und moderner Leichtathletikanlage am Vielstedter Kirchweg in Hude offiziell eingeweiht. Foto: Thomas Deeken

Hude. Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew hat am Samstag die komplett sanierte Sportanlage am Vielstedter Kirchweg offiziell eingeweiht. Anschließend gab es ein Fußballturnier auf dem neuen Kunstrasenplatz.

Als ein „kommunales Großprojekt mit vielen Vätern, das nach Höhen und Tiefen zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen ist,“ hat Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew am Samstag die rundum sanierte Sportanlage am Vielstedter Kirchweg in Hude bezeichnet. Gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten aus den Huder Vereinen, aus der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft weihte er den neuen Kunstrasenplatz sowie die moderne Leichtathletik-Anlage aus Kunststoff ein. „Solch eine Komplettanlage finden wir im ganzen Landkreis Oldenburg nicht“, betonte er vor zahlreichen Gästen. Anschließend wurde der Kunstrasen bei einem Kleinfeld-Mixturnier getestet – mit Spielern der vier Vereine TV Hude, TuS Vielstedt, FC Hude und Sportfreunde Wüsting-Altmoorhausen sowie Kickern aus dem Lehrerkollegium der benachbarten Peter-Ustinov-Schule.

Probleme und Ärgernisse

Lebedinzew wies zuvor noch einmal auf die rund sechsjährige Diskussion-, Planungs- und Umsetzungsphase hin. Gemeinsam mit „Sportdirektor“ Peter Burgdorf lobte er das Engagement aller Beteiligten an diesem Projekt, hob besonders die vier Huder Sportvereine hervor und freute sich darüber, dass die „Initiatoren auch durchgehalten haben, als das Projekt am Boden lag“. Er erinnerte daran, dass sich die Vereine 2012 zusammengeschlossen hatten, um Wege für eine komplette Sanierung zu finden – „damals eine fast utopische Vorstellung“, so der Bürgermeister, der anschließend auf zahlreiche Probleme und Ärgernisse zurückblickte. So sei beispielsweise der Landessportbund mit seinen Regularien den Hudern nicht entgegengekommen. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Zweckverbandes habe irritiert. Und es habe „eine ganz schöne Eierei“ beim Thema Eigenmittel gegeben – mit dem Resultat, dass weder finanzielle Unterstützung noch Eigenleistung seitens der Vereine möglich gewesen seien. Fazit: Die Gemeinde habe das rund 1,4 Millionen Euro teure Projekt selbst übernommen, ohne Fördermittel zu erhalten. „Das zu stemmen ist schon etwas Besonderes“, kommentierte der Bürgermeister. Ärgerlich sei dabei, dass es jetzt auch zu spät sei, nach der Bekanntgabe der Strafzahlung für den VW-Konzern wegen des Abgasskandals einen Förderantrag beim Land zu stellen. Denn Teile der Milliarde sollen auch in die Sanierung von Sportstätten fließen.

„So haben wir es uns auch vorgestellt“

Beim Blick auf die Sportanlage stellte Lebedinzew fest: „Das sieht einwandfrei aus. So haben wir es uns auch vorgestellt. Jetzt fehlt nur noch eine große Tribüne. Dann haben wir ein WM-taugliches Stadion.“ Er hoffe, dass der FC Hude jetzt gut trainieren und spielen kann, um auch in der Bezirksliga bleiben zu können, und freue sich auf leichtathletische Feste. Dann könne Hude auch über den Sport wieder bekannt werden.


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