Projekt auf Ganderkeseer Köhlerwiese Bauverein Delmenhorst feiert Richtfest für Mehrfamilienhaus

Von Thomas Deeken

Gutgelaunt ist am Freitag Richtfest beim Mehrfamilienhaus des Bauvereins Delmenhorst in Ganderkesee gefeiert worden. Den Richtspruch hat Zimmerermeister Andreas Munderloh gehalten. Foto: Thomas DeekenGutgelaunt ist am Freitag Richtfest beim Mehrfamilienhaus des Bauvereins Delmenhorst in Ganderkesee gefeiert worden. Den Richtspruch hat Zimmerermeister Andreas Munderloh gehalten. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Richtfest beim Mehrfamilienhaus im Neubaugebiet Köhlerwiese in Ganderkesee: Der Bauverein Delmenhorst will sein erstes Projekt in Ganderkesee bis zum Ende des Jahres fertigstellen.

In der Gemeinde Ganderkesee sei bezahlbarer Wohnraum schon seit geraumer Zeit ein großes Thema. Zum Jahresende werde die Genossenschaft Bauverein Delmenhorst „guten Wohnraum zu guten Preisen zur Verfügung stellen“. Das hat Ralf Wessel, Vorsitzender des Aufsichtsrats, am Freitag beim Richtfest für das Mehrfamilienhaus auf der Köhlerwiese in Ganderkesee betont. Der Mietpreis pro Quadratmeter werde zwar je nach Lage im Gebäude etwas variieren, er werde „im Mittel aber bei 8,50 Euro bleiben“, ergänzte Bauvereins-Vorstand Reiner Fulst, der darauf hofft, dass die insgesamt zwölf Wohnungen in einer Größe zwischen 60 und 80 Quadratmetern bis zum Ende dieses Jahres fertig werden.

Gerken: Große Nachfrage nach kleinen Wohnungen

Bürgermeisterin Alice Gerken freute sich darüber, dass in dem neuen Gebäude kleinere Wohnungen entstehen. Es sei in der Gemeinde Ganderkesee der Druck spürbar, kleinere Wohnungen anzubieten – für junge Menschen, für Leute, die nicht mehr in einer großen Wohnung leben möchten und für Menschen, denen nicht so viel Geld zur Verfügung steht. „Die Notwendigkeit und der Bedarf sind da. Es gibt eine große Nachfrage“, sagte die Bürgermeisterin. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass allein mit den derzeit entstehenden Wohnungen des Bauvereins der Bedarf noch lange nicht gedeckt sei, und sagte dem Verein für kommende Projekte Unterstützung zu.

Wessel: Nicht das letzte Projekt in Ganderkesee

Schließlich hatte Wessel zuvor erklärt, dass das Mehrfamilienhaus auf der Köhlerwiese, das über die Pestalozzistraße erreichbar ist, nicht das letzte Projekt in Ganderkesee bleiben werde. „Dieser Neubau sei ein Symbol für die neue Strategie der Genossenschaft, nach der das Unternehmen stetiges Wachstum plant“, erläuterte Fulst.

Eine Wohnung rollstuhlgerecht

Nach Angaben des Vereinsvorstands werden die Wohnungen komfortabel ausgestattet und über zwei Aufzüge problemlos und ohne Hindernisse erreichbar sein. Eine Wohnung im Erdgeschoss sei rollstuhlgerecht. Dort gebe es mehr Platz in jedem Raum und runde Ecken, informierte Fulst.

Tankstelle für E-Autos

Darüber hinaus würden die Regeln der Energieeinsparverordnung eingehalten. Das bedeute, dass der Energiebedarf in den Wohnungen auf ein Minimum begrenzt werden könne. Und auf dem Parkplatz vor dem Haus werde es einen Stellplatz mit „Betankungsmöglichkeiten“ für E-Autos geben.

Interessierte können sich noch melden

Zu den Erdgeschosswohnungen gehören laut Fulst jeweils eine Terrasse und eine kleine Grünfläche. Für die Wohnungen im ersten Obergeschoss seien Balkone gedacht und im Dachgeschoss sogar Dachterrassen. Noch hat dem Vorstand zufolge die Vergabe der Wohnungen nicht begonnen. Wer sich interessiert, kann sich unter Telefon (04221) 6895910 melden.

Sozialer Wohnungsbau erst später

Wem diese Wohnungen zu teuer sind und wer auf sozial geförderten Wohnungsbau mit einem Quadratmeterpreis von 5,60 Euro hofft, muss in der Gemeinde weiterhin warten. Nach Angaben von Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung sind auf den Flächen der rechtsverbindlichen Bebauungspläne 244 (Brüninger Weg/Grüppenbührener Straße) und 245 (Südlich Oldenburger Straße) Bereiche ausgewiesen, „die die Errichtung von gefördertem Wohnraum ermöglichen“. Im geplanten Baugebiet westlich Altengraben (Bebauungsplan 249) soll es ebenfalls sozialen Wohnungsbau geben.


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