Bildhauersymposion in Hude Schlegel und Beitel in Hude holen Kunst aus Eichen

Von Reiner Haase

Am 12. August beginnt in Hude das neunte Bildhauersymposion. Vorne präsentieren (von links) Bürgermeister Holger Lebedinzew, Organisator und Bildhauer Thorsten Schütt und Mit Organisatorin Regina Wolff die typischen Werkzeuge Schlegel, Hohleisen und Beitel, dahinter (von links) die Sponsoren Frank Labohm (Labom Mess- und Regeltechnik), Stefan Kemper (LzO) und Birthe Meidl (Öffentliche), Mit-Organisator Roland Arndt und Gastgeber Michael Schläger vom Luftsportverein. Foto: Reiner HaaseAm 12. August beginnt in Hude das neunte Bildhauersymposion. Vorne präsentieren (von links) Bürgermeister Holger Lebedinzew, Organisator und Bildhauer Thorsten Schütt und Mit Organisatorin Regina Wolff die typischen Werkzeuge Schlegel, Hohleisen und Beitel, dahinter (von links) die Sponsoren Frank Labohm (Labom Mess- und Regeltechnik), Stefan Kemper (LzO) und Birthe Meidl (Öffentliche), Mit-Organisator Roland Arndt und Gastgeber Michael Schläger vom Luftsportverein. Foto: Reiner Haase

Hude. Fünf renommierte Bildhauer formen im August in Hude Kunstwerke aus Eichenholz. Ihnen sind Besucher willkommen, die ihnen im Schaffensprozess über die Schulter schauen.

Bildhauer Thorsten Schütt hat drei Kollegen und eine Kollegin zu einem Bildhauersymposion in Hude eingeladen. Das Quintett aus international aktiven und renommierten Künstlern arbeitet beim neunten Huder Bildhauer-Symposion auf dem Gelände des Luftsportvereins Hude am Vielstedter Kirchweg Skulpturen aus Eichenstämmen heraus. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt am Sonntag, 12. August, im Rathaus. Am Sonnabend, 18. August, gibt es eine Abschlussveranstaltung.

Klangvolle Künstlernamen

Schütts Gäste sind Andres Klimbacher aus Österreich, Michel Renaud aus Frankreich, Martina Kreitmeier aus Bayern und Volker Sesselmann aus Thüringen. „Alle haben in der Kunstszene einen klangvollen Namen. Mir sind sie von anderen Symposien bekannt“, berichtet Schütt. Der Franzose Renaud zum Beispiel sei ein sehr kommunikativer Mensch ohne Fremdsprachenkenntnisse. „Ich bin gespannt, wie wir uns verständigen. Schließlich ist der Austausch unter uns Künstlern beim Symposion genauso wichtig wie die Arbeit am Objekt und das Gespräch mit Besuchern. Sie sind jederzeit willkommen“, betont Schütt.

Netzwerk trägt Symposion

Die Bildhauer arbeiten an Eichenholz, das ihnen der Kommunalservice Nordwest auf den Hof des Luftsportvereins legt. „Wir haben keinen Baum gefällt. Sie sind beim Sturm Xavier umgestürzt und vom Kommunalservice beiseite gelegt worden. Die Mitarbeiter kennen das Prozedere im Vorfeld des Symposions schon“, berichtet Bürgermeister Holger Lebedinzew. Er lobt das Netzwerk, das das Gelingen des Symposions ermögliche: Die Familien, die einen Künstler eine Woche lang bei sich aufnehmen. Die Sponsoren Labom Mess- und Regeltechnik, LzO, Öffentliche und EWE Tel. Die Organisatoren um Schütt und die Rathaus-Mitarbeiter Regina Wolff und Roland Arndt. Die Besucher, die das Schaffen der Künstler begleiten. Und dem Luftsportverein, der seine Aktivitäten einschränkt, damit die Künstler sich entfalten können. Hude werde den Ruf als „Kunststadt Nummer eins im Landkreis Oldenburg“ verteidigen, ist der Bürgermeister überzeugt. Im Übrigen wünscht er den Künstlern zahlungskräftige Gäste. „Das sind alles Profis, die vom Verkauf ihrer Werke leben“, betont Lebedinzew.

Störungsfreie Arbeit

Der Bürgermeister erläutert, warum die Bildhauer diesmal nicht im Park beim Rathaus arbeiten: Dort werde in Kürze der erste Spatenstich für den Neubau für die Rettungswache und die Polizei gemacht. „Mitten im Ort – das war schön. Hier beim Luftsportverein ist es aber auch gut. Niemand wird von Kettensägenlärm und Gehämmer gestört“, stellt er fest.


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