Wettbewerb „Goldene Bachperle“ Gräben werden zu lebendigen Bächen

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Durch Renaturierung werden mehr und mehr Abschnitte der Hunte und ihrer Nebengewässer zu hochwertigen Lebensräumen. Archivfoto: Thomas KaiserDurch Renaturierung werden mehr und mehr Abschnitte der Hunte und ihrer Nebengewässer zu hochwertigen Lebensräumen. Archivfoto: Thomas Kaiser

Dötlingen/Colnrade. Vereine und Anrainer unterstützen die Behörden und Verbände beim Renaturieren verödeter Gewässer. Zwei Bäche bei Wildeshausen sind für den Wettbewerb „Goldene Bachperle“ nominiert.

Auf den letzten 800 Metern vor der Mündung in die Hunte bei Colnrade hat der Beckstedter Bach in den letzten Monaten den öden Charakter eines schnurgeraden Grabens mit mehr oder weniger rechtwinkligen Knicken verloren. Es gibt Windungen, Kolke, Kiesbetten und Hindernisse aus Baumstämmen, so wie es Fische und Flusskrebse gernhaben. Und auch die Pflanzen an den Ufern können sich in Auen neu entfalten.

Ehrenamtlichen winkt Auszeichnung

Das im März 2018 abgeschlossene Renaturierungsprojekt hat Aufsehen erregt: Es ist nominiert für den niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss“. Die Ehrenamtlichen vom Fischereiverein Colnrade haben Aussicht auf die Auszeichnung „Goldene Bachperle“ und einen Teilausgleich ihres finanziellen Aufwands durch ein Preisgeld. Denn sie haben nicht nur bei den Arbeiten am Bach zugepackt und vor allem Anrainer überredet, Flächen zu verkaufen oder zu tauschen. Sie haben auch 2000 Euro aus der Vereinskasse draufgepackt.

Umweltbildung am Bach

Ein paar Kilometer weiter flussabwärts, nördlich der Kreisstadt Wildeshausen, mündet der Altonaer Mühlbach bei Voßberg in der Gemeinde Dötlingen in die Hunte. Um diesen Bach kümmert sich der Fischereiverein Wildeshausen in verschiedenen Projekten. Gerne werden dabei Schüler eingespannt, Umweltbildung am fließenden Objekt. Auch die Wildeshauser sind für den Wettbewerb nominiert.

Jury kommt Ende August

Die beiden Projekte zur Verbesserung der Gewässerqualität im Landkreis Oldenburg stehen im Wettbewerb mit landesweit zehn weiteren. Eine Jury nimmt die hiesigen Projekte am Mittwoch, 29. August, unter die Lupe. Die Träger des Wettbewerbs, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände, ehren die Preisträger am Montag, 15. Oktober, in Hannover . Lobredner ist Umweltminister Olaf Lies (SPD).


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