Führung durch Kirche St. Katharinen Bei Landpartie in Schönemoor Historisches entdecken

Von Thorsten Konkel

Historische Urkunde und Siegel: St. Katharinen und ihr Inventar neu entdecken können Teilnehmer einer Gästeführung mit Elisabeth Kühling. Foto: Elisabeth KühlingHistorische Urkunde und Siegel: St. Katharinen und ihr Inventar neu entdecken können Teilnehmer einer Gästeführung mit Elisabeth Kühling. Foto: Elisabeth Kühling

Schönemoor Die Kirche St. Katharinen in Schönemoor neu entdecken, das können Teilnehmer einer Gästeführung mit Elisabeth Kühling am Sonntag, 22. Juli.

Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Kirche an der Schönemoorer Dorfstraße. Kosten pro Person: vier Euro, Kinder unter 16 Jahren gehen kostenlos mit. Eine Anmeldung ist nicht nötig. „Bei dieser Landpartie geht es um das Neuentdecken eines Ortes, der uns schon sehr lange vertraut ist“, sagt Kühling. „Den Holländern, die das Dorf besiedelten, war der Bau einer Kirche erlaubt, 1230 wurde erstmals eine Kirche von ,Sconemore‘ erwähnt“, erläutert die Gästeführerin.

Das Gotteshaus hat eine lange Geschichte und viel erlebt. „Wie die erste Schönemoorer Kirche ausgesehen hat, wissen wir nicht, es ist aber anzunehmen, dass es ein kleiner, leichter Bau, vielleicht sogar eine Holzkirche war“, sagt sie.

Neubau in Schönemoor wohl um 1324

1324 sei in Schönemoor jedenfalls ein Neubau errichtet oder ein grundlegender Umbau vorgenommen worden. Viele Symbole sind noch in und um die Kirche zu entdecken, die die Geschichte und das kirchliche Leben widerspiegeln. „Die Kirche spielte früher in allen Bereichen des Lebens eine wesentlich größere Rolle als heute“, betont Kühling.

Die Religion war auch in fast allen weltlichen Dingen Mittelpunkt des Dorfes: „Nur der Dorfgeistliche konnte Schreiben, Verträge, Urkunden oder Testamente aufsetzen. Er war in der Lage, Aufzeichnungen über kirchliche und weltliche Dinge zu führen“, so Kühling.

Das hat sich längst grundlegend geändert: „Wir werden versuchen, noch vorhandene Spuren wiederzuentdecken und zu deuten. Wir machen uns auf die Suche nach dem Sinn des Faksimile, nach einem alten Holzschild, nach dunklen Gestalten und nach aufmunternden Worten“ verspricht Kühling den Teilnehmern.