Wirtschaft in Ganderkesee Leerstand wechselt in Ganderkesee mit Neuem

Von Reiner Haase


Ganderkesee. Die Ganderkeseer Geschäftszeile weist aktuell Lücken auf. Ein neuer Kundenmagnet soll zur Stärkung der Ortsmitte genauso beitragen wie ein neuer Bebauungsplan.

Es tut sich ’was im ehemaligen Handarbeitsladen Angelas Masche am Markt: Hinter folienverhangenen Schaufenstern bewegen sich Personen zu flotter Musik, offensichtlich arbeiten Gutgelaunte an der Renovierung und Ausstattung für eine Neueröffnung. Das ans Fenster gelehnte Schild „Audio-Service“ deutet darauf hin, dass es in dem Laden am neu gestalteten Markt um gutes Hören gehen wird. Näheres verrät nicht einmal Ganderkesees Wirtschaftsförderin Christa Linnemann: „Man hat mich vorläufig noch um Stillschweigen gebeten. Daran halte ich mich.“

Kleine und größere Leerstände

„In der Ganderkeseer Geschäftswelt ist immer ’was zu tun. Wir arbeiten eng mit der Werbegemeinschaft Gantermarkt zusammen, damit Verbesserungen herauskommen“, sagt Linnemann. Die Wirtschaftsförderung sei gut vernetzt mit Geschäftsinhabern und Dienstleistern, mit Immobilienbesitzern und Maklern. Leerstände wie aktuell auch an markanten Punkten, gegenüber der Restauration im ehemaligen Bahnhof zum Beispiel, am Markt, mitten in der Rathausstraße im von-Seggern-Haus und in der Ladenzeile am Rathaus-Parkplatz soll es möglichst nicht lange geben. „Bei größeren Objekten wirken wir aktiv bei der Suche mit“, erklärt Linnemann. Und gelegentlich auch bei kleinen: „Wir haben gute Kontakte zu Existenzgründern und schauen gemeinsam, ob es für sie passende Objekte gibt.“

„Frequenzbringer“ an den Markt

Eine für Ganderkesee große Nummer soll die Nachnutzung der LzO-Räume am Markt werden. Die Sparkasse weiht die neuen Räume im Neubau des Stolle-Hauses an der Ecke Grüner Weg/Grüppenbührener Straße am Donnerstag, 16. August, offiziell ein. Die Gemeinde hat sich den Zugriff auf die Räumlichkeiten am Markt gesichert. „Wir wollen einen richtigen Frequenzbringer mit Ausstrahlung auf den ganzen Ortskern holen“, betont die Wirtschaftsförderin. Ansonsten vergleicht sie den Wechsel von Leerstand und Neueröffnung mit „Wellen, die kommen und gehen“.

Rathaus schließt neue Planung ab

Große Bereiche der Ortsmitte werden vom neuen Bebauungsplan 250 – Lindenstraße/Rathausstraße – abgedeckt. „Wir wollen an der Rathausstraße möglichst durchgängig Einzelhandel und Dienstleister“, fasst Linnemann die Planungsabsicht zusammen. Der Entwurf hat im Mai und Juni öffentlich ausgelegen, Nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Auftakt hatten die Bürger noch einmal die Gelegenheit, Wünsche und Bedenken zu äußern. Das Vorgetragene wird jetzt im Fachbereich Gemeindeentwicklung für die Beratung im Fachausschuss aufbereitet“, berichtet Linnemann. Auch dort ist die Öffentlichkeit willkommen.