Menge kratzt an Rekordmarke Hoher Wasserverbrauch im Kreis Oldenburg

Von Thorsten Konkel

Auch nach dem kurzen Regen-Intermezzo mahnt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband weiter zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. Symbolfoto: Felix Heyder/ dpaAuch nach dem kurzen Regen-Intermezzo mahnt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband weiter zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. Symbolfoto: Felix Heyder/ dpa

Landkreis Oldenburg. Auch nach dem kurzen Regen-Intermezzo mahnt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband weiter zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. Denn schon naht die nächste Trockenperiode.

Der Jahrhundertsommer mit anhaltend großer Trockenheit hat in dieser Woche zwar eine kurze Pause eingelegt, dennoch bittet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) weiter um den sorgsamen Umgang mit Trinkwasser.

Wie OOWV-Sprecher Gunnar Meister am Donnerstag auf dk-Nachfrage berichtete, hat das kurze Regenzwischenspiel die Versorgungslage kurzfristig zwar spürbar entspannt: „Die Zwischenspeicher sind jetzt wieder gefüllt“, sagte er.

Angesichts der Wetterprognosen für die kommende Woche – mit erwarteten Temperaturen von bis zu 29 Grad und einer Regenwahrscheinlichkeit nahezu gegen null – könnte sich das aber rasch ändern: Hochsommerliche Temperaturen würden den Trinkwasserverbrauch stets deutlich in die Höhe treiben, betonte Meister. Der OOWV erneuere deshalb seine Bitte an die Kunden, das Trinkwasser sorgsam zu verwenden und auf unnötiges Rasensprengen mit Leitungswasser zu verzichten. Auch Poolwasser sollte nicht voreilig ausgetauscht werden, riet der Sprecher.

Zu den Spitzenmengen, die der OOWV in diesem Jahr abgegeben hat, gehören zweifelsfrei die 288.626 Kubikmeter an Trinkwasser, die die Kunden im Verbandsgebiet des Wasserversorgers – zu dem auch der Kreis Oldenburg gehört – am 4. Juli verbraucht haben. „Dies sind rund 68.000 Kubikmeter mehr als an durchschnittlichen Tagen“, beschrieb Meister das Ausmaß des rekordverdächtigen Mehrverbrauchs.

Insbesondere im Versorgungsgebiet südlich von Oldenburg können diese hohen Wasserabgaben dann auch zu Druckschwankungen im Leitungsnetz führen. Ein geringerer Versorgungsdruck ist laut dem Sprecher in höheren Lagen meist zu Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden möglich: „Dann wird innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches der sonst üblichen Trinkwassermenge verbraucht“, so Meister.

Druckschwankungen können zur Wassertrübung führen

Die Druckschwankungen können zu einer Trübung des Trinkwassers führen: „Dabei handelt es sich um kleinste Partikel von Eisen und Mangan, die sich im Laufe der Jahre in den Leitungen festgesetzt haben“, erklärte er.

„Sie können sich durch veränderte Fließgeschwindigkeiten losreißen, dies ist unbedenklich“, beteuterte Meister.


Der Bereitschaftsdienst des OOWV ist im Falle von Druckschwankungen und Trübungen rund um die Uhr unter der Nummer (04401) 6006 erreichbar.