Reit-AG der Oberschule Bookholzberger Oberschüler sitzen fest im Sattel

Von Alexandra Wolff

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Reitlehrerin Merle Benisek prüft bei der Stute Reanna den Ausbinder. Foto: Alexandra WolffReitlehrerin Merle Benisek prüft bei der Stute Reanna den Ausbinder. Foto: Alexandra Wolff

Grüppenbühren. Manche Schüler könnten selbst von zehn Pferde nicht dazu gebracht werden, nachmittags zur Schule zu gehen. Bei ein paar Jungen und Mädchen der Bookholzberger Schule an der Ellerbäke reichen drei Pferde – denn zusammen mit dem Reitverein Grüppenbühren bietet die Oberschule eine Reit-AG an.

In ihrem Unterricht erzählt Merle Benisek ihren Schützlingen von der Schule an der Ellerbäke in Bookholzberg einen vom Pferd. Aber das ist in Ordnung, denn sie leitet immer dienstagmittags in der Halle des Reitvereins (RV) Grüppenbühren die Reit-AG.

„Nie hinter dem Pferd entlang gehen“, ermahnt sie eine Schülerin, die sich gerade einem gewissen Risiko aussetzt. Pferde sind Fluchttiere, erschrecken sich leicht und da kann es selbst dem gelassensten Schulpferd passieren, dass es vor Schreck ausschlägt und einen Menschen trifft. Also: Lieber vor dem Pferd oder unter dem Hals des Pferdes vorbeigehen.

Zwei Jungenreiten mit

Seit einem Jahr bietet die Oberschule die Reit-AG an, im April hat Benisek vom RV Grüppenbühren die drei bis sechs Schüler übernommen. Unter denReitschülern sind auch zwei Jungen. Mohamed ist seit einem Monat dabei und sitzt gerade auf dem Haflinger Hexe. Die Reitlehrerin hat den Anfänger an die Longe genommen, um ihm die Hilfen für Schritt, Trab und Galopp beizubringen, aber auch das Leichttraben: „Auf, ab, auf, ab“, gibt Benisek den Takt vor. „Und schön gerade sitzen!“ Der Zwölfjährige versucht, sich immer dann aus dem Sattel nach oben zu drücken, wenn das Pferd mit dem rechten Vorderbein nach vorne geht. Mohamed hört zwar nicht auf zu strahlen, aber nach kurzer Zeit sieht er dennoch sehr erschöpft aus. Reiten heißt eben nicht, sich von einem Pferd durch die Gegend tragen zu lassen.

Reiten fördert das Durchsetzungsvermögen

Neben kräftigen Beinen schulen Reiter auch ihren Charakter. Wer einmal versucht hat, sein Pferd bei einem Ausritt davon abzubringen, das Gras am Wegesrand zu fressen, weiß, dass Reiten auch die Durchsetzungskraft stärkt.

Nina hat von allen Reitschülern die längste Erfahrung auf dem Pferderücken. Seit sechs Jahren reitet sie. Die 13-Jährige hat sogar mal an einem Turnier teilgenommen. „Ich habe damals den fünften Platz gemacht“, erwähnt sie und fügt schmunzelnd hinzu:. „Den fünften von sechs Plätzen.“

Damals war sie neun und es handelte sich auch nur um ein kleines Hofturnier. Heute ist sie sicher in den drei Hauptgangarten, kann Trensen, Satteln und das Pferd putzen. Außerdem kennt sie alle Hufschlagfiguren. Das sind vorgegebene Wege, anhand derer die Reitschüler üben können, das Pferd zu lenken und so die Kommunikation mit dem Tier zu üben.


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