Politik im Landkreis Oldenburg Landkreis forciert Naturschutz im Stenumer Wald

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So, wie er ist, kann der bei Karin Gercke und anderen beliebte Weg am Rande des Stenumer Holzes auf Dauer in Schuss gehalten werden. Ein regulärer Ausbau müsste beantragt werden. Foto: Reiner HaaseSo, wie er ist, kann der bei Karin Gercke und anderen beliebte Weg am Rande des Stenumer Holzes auf Dauer in Schuss gehalten werden. Ein regulärer Ausbau müsste beantragt werden. Foto: Reiner Haase

Landkreis Oldenburg. Die Hängepartie über den Naturschutz im Stenumer Holz soll jetzt vom Kreistag beendet werden. Die Verordnung lässt waldpädagogische Arbeit der Schulen, Kitas und des Umweltzentrums zu.

Vor 25 Jahren ist das Stenumer Holz bei der Europäischen Union als Flora-Fauna-Habitat als besonders interessant für die Tier- und Pflanzenwelt gemeldet worden. Jetzt macht der Landkreis Oldenburg Nägel mit Köpfen: Der Kreistag soll den fast 100 Hektar großen Wald zwischen Schierbrok, Stenum und Rethorn in der Gemeinde Ganderkesee förmlich unter Naturschutz stellen. Der Umweltausschuss hat sich jüngst einmütig hinter das Naturschutzprojekt gestellt.

Waldtypen erhalten und fördern

Buchen und Eichen, das Naturdenkmal „Dicke Eiche“ eingeschlossen, drücken dem Stenumer Holz den Stempel auf, aber auch Auwaldbereiche mit Erle, Esche und Weide. Die Naturschutzverordnung zielt darauf ab, die vorhandenen Waldtypen zu erhalten und, wenn möglich, zu verbessern. Das gilt auch für das Umfeld von Raritäten wie Sumpfdotterblume, Teufelskralle und Flatterulme.

Wege bleiben offen

Dass Hunde an der Leine zu führen sind, sind die Halter schon gewohnt. Sie dürfen auch weiterhin in den Wald, aber nur auf den Wegen. Auch Pilzsammler haben abseits der Wege nichts im Stenumer Holz zu suchen.

Waldpädagogik zulässig

Im jetzt beschlussreifen Verordnungstext ist festgehalten, dass Kindergärten, Schulen und das Regionale Umweltzentrum das Naturschutzgebiet nach vorheriger Anzeige nutzen können. Der Fuß- und Radweg mehr oder weniger parallel zum Forstweg auf der Schierbroker und Rethorner Seite des Stenumer Holzes bleibt erhalten. Ein Ausbau, wie vom Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum gewünscht, muss allerdings beantragt und genehmigt werden.

Kultur- und Projektförderung

Der Kreistag tritt heute um 17 Uhr im Kreishaus zusammen. Ein Zeichen wolle der Landkreis in der Kulturförderung setzen, erläutert Landrat Carsten Harings: Projekte mit überörtlicher Bedeutung sollen finanziell unterstützt werden. Als Beispiele nennt Harings die Erinnerungsstätte in Bookholzberg, das Klosterareal in Hude und das kulturhistorische Zentrum in Wildeshausen. Gefördert werden sollen auch in Einzelfällen Projekte der Gemeinden, die auf andere Landkreis-Kommunen ausstrahlen. Zu beschließen ist auch die weitere Zusammenarbeit mit der Diakonie bei der Flüchtlingssozialarbeit.


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