Fragen an Politik und Verwaltung „Verlässliche Aussagen“ zum Bauen in Heide erwartet

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Das Thema Bauen am Heuweg beschäftigt die Bürger nach wie vor. Jetzt haben die Vorsitzenden des Bürgervereins Heide-Schönemoor sowie des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor mehr als weitere 20 Fragen an Politik und Verwaltung gestellt. Archivfoto: Thomas DeekenDas Thema Bauen am Heuweg beschäftigt die Bürger nach wie vor. Jetzt haben die Vorsitzenden des Bürgervereins Heide-Schönemoor sowie des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor mehr als weitere 20 Fragen an Politik und Verwaltung gestellt. Archivfoto: Thomas Deeken

Heide. Die beiden Vorsitzenden des Bürgervereins Heide-Schönemoor sowie des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, Hinnerk Twietmeyer und Bernd Schulte, lassen nicht nach: Sie haben weitere Fragen an Politik und Verwaltung zum Thema Bauen am Heuweg in Heide gestellt und hoffen auf „verlässliche Aussagen“.

Einen Katalog mit rund 60 Fragen, Anmerkungen und Vorwürfen zum Thema Bauen am Heuweg in Heide hatten Hinnerk Twietmeyer, Vorsitzender des Bürgervereins Heide-Schönemoor, und Bernd Schulte, Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, bereits im Mai an Politik und Verwaltung geschickt. Jetzt haben beide nachgelegt und mehr als 20 weitere Fragen gestellt. „Wir wollen die Dinge richtig verstehen und einen Überblick über die Gemengelage bekommen. Ich erwarte eine schriftliche Antwort mit verlässlichen Aussagen“, sagte Twietmeyer gegenüber dem dk. Er erwarte die Reaktion von Bürgermeisterin Alice Gerken und den Fraktionen „möglichst direkt nach der Sommerpause“.

Forderung: Eichen unter Schutz stellen!

Nach den zusammengefassten Sorgen und Ängsten der Bürger folgten jetzt ganz konkrete Fragen an die Gemeinde. „Ist die Aufstellung eines Bebauungsplans ohne den Flächenerwerb durch die Gemeinde möglich?“, fragen beide. Schließlich hätten die Verkäufer doch schon seit 20 Jahren gerne einen Bebauungsplan. Außerdem möchten Twietmeyer und Schulte beispielsweise wissen, warum sich die Gemeinde als Zwischenhändler betätigen möchte und was dieses Areal zur geeigneten Fläche für soziales Wohnen mache. Neben detaillierten Fragen zu Grundstücksanzahl- und größen, zu den geförderten Wohnungen sowie zum künftigen Verkehr auf dem Heuweg und einem möglichen Fußweg liegen den beiden außerdem die ortsbildprägenden Eichen am Heuweg am Herzen. Sie wollen zugesichert wissen, dass die Bäume schon jetzt unter Schutz gestellt und dass keine Eichen für eine Zufahrt gefällt werden.

Anzahl der Baugebiete „inflationär“

Darüber hinaus sind Twietmeyer und Schulte der Meinung, dass die Anzahl der ausgewiesenen Baugebiete der letzten und gegenwärtigen Zeit in der Gemeinde Ganderkesee „schon inflationär erscheint“. Gleichwohl habe Twietmeyer grundsätzlich nichts gegen das Bauen am Heuweg. Es müsse allerdings vieles verlässlich abgeklärt sein. „Allerdings sind wir auch nicht böse, wenn dort nichts hinkommt“, so der Bürgervereinsvorsitzende. Im Übrigen würde er gerne mal den Entwicklungsplan für Heide mit Informationen über Schulen und Kindergärten bis hin zum Straßenverkehr sehen. Diesen Plan scheine es allerdings wohl nicht zu geben.

Mehrheit im Ausschuss für Aufstellen eines Bebauungsplans

Die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung hatten zuletzt mehrheitlich die erste Weiche für ein mögliches neues Baugebiet am Heuweg gestellt. Der Großteil des Ausschusses hatte sich dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung das Verfahren einleitet, für das rund 9500 Quadratmeter große Grundstück zwischen dem Randgraben und dem Weg Heider See einen Bebauungsplan aufzustellen. Nein-Stimmen kamen von Wilfried Samtleben (Freie Wähler), Michael Sorg (Grüne) und Thorsten Busch (UWG).


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