50 Jahre Labom gefeiert Huder Messtechnik-Spezialist weltweit unterwegs

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Geschäftsführer Frank Labohm (rechts), Sohn des Firmengründers Walter Labohm, führte seine Gäste am Sonntag selbst durch die Produktionsstätte. Mit dabei waren auch die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD, 2.v.r.) und Christian Dürr (FDP, 3.v.r.). Foto: Bettina Dogs-PrößlerGeschäftsführer Frank Labohm (rechts), Sohn des Firmengründers Walter Labohm, führte seine Gäste am Sonntag selbst durch die Produktionsstätte. Mit dabei waren auch die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD, 2.v.r.) und Christian Dürr (FDP, 3.v.r.). Foto: Bettina Dogs-Prößler

Hude. Das Huder Familienunternehmen Labom hat am Sonntag sein 50. Betriebsjubiläum gefeiert. Beim Tag der offenen Tür haben Interessierte hinter die Kulissen geblickt.

Lukas Pfeifer hat gar keinen Grund zu gehen. Seit drei Jahren ist der 20-Jährige als Industriekaufmann im Huder Unternehmen Labom Mess- und Temperaturtechnik angestellt, einen anderen Betrieb hat er noch nie gesehen. Will er auch nicht. „Weil man sich keinen besseren Arbeitgeber vorstellen kann“, wie er sagt.

„Familienunternehmen im besten Sinne“

Ein paar Abteilungen weiter das gleiche Bild. Dieses Mal kommen die lobenden Worte von Produktmanager Niels Tesch. „Labom ist ein Familienunternehmen im besten Sinne. Hier geht niemand freiwillig.“ Einige seien bereits seit 50 Jahren mit dabei.

Tag der offenen Tür

Der Huder Hersteller von Druck- und Temperaturmessgeräten für die Industrie hat am Sonntag ein besonderes Jubiläum am Firmensitz im Huder Gewerbepark gefeiert. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens hatte der Familienbetrieb zu einem Tag der offenen Tür geladen und ein programmreiches Fest organisiert. „In den gewöhnlichen Jahren – also zwischen den Jubiläen – schaut man im Allgemeinen zur Beurteilung des Geschäftsjahres maximal ein, zwei Jahre zurück. In der Regel sieht man immer nur nach vorne in die Zukunft“, sagte Frank Labohm, Geschäftsführer und Sohn des Firmengründers Walter Labohm, gestern Vormittag im Festzelt. „Eine derart intensive Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit ist schon etwas Besonderes.“

Großer Ideenreichtum

In Hude sei einst nur ein Reparatur- und Vor-Ort-Service für Messtechnik aller Art geplant gewesen. Das spezielle Verfahren, das damals noch in den Kinderschuhen steckte, sei zu der Zeit in der Industrie jedoch sehr gefragt gewesen. „Gerade für qualitativ hochwertige Messtechnik gab es einen großen Bedarf“, so Labohm. „Mein Vater erkannte das, und als Techniker mit großem Ideenreichtum war ihm schnell bewusst, was die Kunden benötigen.“

Weltweit agierendes Unternehmen

Mittlerweile hat sich der Messtechnik-Spezialist, der sich unter anderem auf Geräte zum Messen und Überprüfen von Druck und Temperatur für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie einen Namen gemacht hat, zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. 180 Mitarbeiter sind allein am Standort Hude beschäftigt, Fluktuation so gut wie keine. Damit das so bleibt, muss laut der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag weiterhin in den ländlichen Raum investiert werden. „Wir benötigen weitere Voraussetzungen dafür, dass sich Familie und Beruf miteinander vereinbaren lassen“, meinte sie als Gastrednerin zum Thema Arbeitsmarktpolitik. Christian Dürr, der als Bundestagsabgeordneter der FDP zur Bedeutung der Wirtschaftspolitik für einen erfolgreichen Mittelstand sprach, betonte: „Der Mittelstand ist das Rückgrat der Gesellschaft.“ Und die benötige eine gute Infrastruktur – vor allem im digitalen Bereich.

Digitalisierung zentrales Thema

Digitalisierung ist auch eines der zentralen Themen bei Labom für die Zukunft. Geschäftsführer Marc Burmeister: „Der Wandel der Arbeitswelt, die Globalisierung des Marktes und die Digitalisierung sind die Herausforderungen, denen wir uns für die Zukunft stellen.“


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