CDU bei Betriebsbesichtigung AHS Prüftechnik ist in Ganderkesee zufrieden

Von Alexandra Wolff

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Die Geschäftsführerin von AHS Prüftechnik, Janna Schneider (rechts), erläutert der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (3. v.r.), den Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU sowie den Vertretern des CDU-Gemeindeverbandes, wie ein Prüfstand für Lastwagen funktioniert. Foto: Alexandra WolffDie Geschäftsführerin von AHS Prüftechnik, Janna Schneider (rechts), erläutert der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (3. v.r.), den Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU sowie den Vertretern des CDU-Gemeindeverbandes, wie ein Prüfstand für Lastwagen funktioniert. Foto: Alexandra Wolff

Ganderkesee. Der Umzug von AHS Prüftechnik von Delmenhorst nach Ganderkesee ist noch nicht ganz abgeschlossen. Eines steht aber schon fest: Die Geschäftsführer sind mit ihrer Entscheidung für den neuen Standort zufrieden.

Über Nachwuchssorgen kann sich das Unternehmen AHS Prüftechnik nicht beklagen. „Wir haben mehr Bewerber als Ausbildungsstellen“, sagte Geschäftsführerin Janna Schneider bei einer Führung durch das Unternehmen am Dienstag, 19. Juni. Sie gewährte dem Vorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und Vertretern des CDU-Gemeindeverbandes einen Einblick in das Familienunternehmen. Der Betrieb, der verschiedene Prüfstände für Fahrzeuge aller Art produziert, ist 2017 von Delmenhorst nach Ganderkesee an die Westtangente umgesiedelt.

„Das Büro ist seit einem Jahr hier, die Produktion kam gegen Weihnachten nach, der Rest folgte zu Ostern“, fasste Schneider den Umzug zusammen. Nur die Lackiererei und die Beschichterei seien noch in Delmenhorst und werden auch noch bis Jahresende dortbleiben. Danach soll das Gebäude in Delmenhorst verkauft werden. Mehr Details möchte Schneider allerdings nicht nennen: „Das sind Interna.“

40.000 bis 50.000 Prüfstände müssen umgebaut werden

Das Unternehmen stellt Prüfstände her, um Bremsen, Stoßdämpfer und die Leistungsfähigkeit von Fahrzeugen zu testen. Wegen der Bremsprüfstandrichtlinie von 2011 seien die Auftragsbücher so voll, dass AHS Prüftechnik während des laufenden Betriebs umziehen musste. „40.000 bis 50.000 Prüfstände müssen umgebaut werden“, schätzte Harald Schneider, der zusammen mit seiner Schwester Janna das Unternehmen führt.

„Eine Betriebsruhe über zwei Wochen hätten wir uns also nicht leisten können“, erläuterte die Schwester. „Wir haben eine so hohe Nachfrage und ohnehin schon eine lange Lieferzeit.“ Jetzt sei das Schlimmste aber geschafft. „Die Belegschaft hat das gut gemacht“, lobte die Chefin ihre Mitarbeiter. „Sie haben sogar samstags gearbeitet.“

Ganderkesee war eine naheliegende Entscheidung

Nach Ganderkesee ist das Unternehmen umgezogen, weil der Standort in Delmenhorst zu klein geworden war, nirgends angebaut werden konnte und auch keine andere wirklich passende Fläche angeboten wurde. Ganderkesee sei da recht naheliegend gewesen, weil die Geschäftsführer Janna und Harald Schneider in Ganderkesee wohnen, ebenso wie die halbe Belegschaft und sich eben ein geeignetes, großes Gelände an der Westtangente gefunden hatte.

In Ganderkesee arbeiten 60 Mitarbeiter – mit dem Standort in der Nähe von Berlin sind es insgesamt fast 85. „Vor 30 Jahren hatte unser Unternehmen insgesamt 15 Mitarbeiter“, verdeutlichte Harald Schneider, wie schnell das Unternehmen gewachsen ist. „Ich setze allerdings eher auf ein langsames, gesundes Wachstum ohne Zwang.“


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