Genug Bewegungsangebote Ganderkesees Schüler bekommen keine Heimtrainer

Von Alexandra Wolff

An der Oberschule in der Ronzelenstraße in Bremen können die Schüler bereits auf Heimtrainer fahren – in Ganderkesee wird es keine Ergometer-Klassen geben. Foto: Ingo Wagner/dpaAn der Oberschule in der Ronzelenstraße in Bremen können die Schüler bereits auf Heimtrainer fahren – in Ganderkesee wird es keine Ergometer-Klassen geben. Foto: Ingo Wagner/dpa

Ganderkesee. Die Schulen in Ganderkesee sollen vorerst keine Ergometer bekommen. Während seiner Sitzung im Rathaus hörte der Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport am Mittwoch, 13. Juni, außerdem einen Bericht der Gemeindejugendpflegerin Hille Krenz.

Ganderkesees Schüler brauchen in den Klassenzimmern keine Ergometer, also keine Heimtrainer. Das hat Dörte Lohrenz, Sprecherin des Schulverbundes, am Mittwoch, 13. Juni, bei der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport im Rathaus verdeutlicht.

Ihrem Vortrag nach bieten die Schulen des Schulverbundes genug kostengünstigere Möglichkeiten, um den Kindern und Jugendlichen während des Unterrichts Bewegung zu verschaffen. „Es gibt hydraulische Tische, deren Höhe die Schüler ändern können, je nach dem, ob sie im Sitzen oder im Stehen daran arbeiten möchten, in Stehkreisen können die Schüler einander abfragen und es gibt ‚Schleichdiktate‘“, zählte Lohrenz unter anderem auf. „Das heißt, da hängt ein Text an der Wand, der Schüler geht hin, merkt sich einen Satz, geht zurück zu seinem Tisch, schreibt den Satz auf und geht wieder zur Wand, um den nächsten Satz abzulesen.“ Sie nannte noch viel mehr Beispiele und erwähnte immer wieder, dass Lernen und Bewegen zusammengehören.

Bei Bedarf erneut überdenken

Der Ausschuss schloss sich der Position des Schulverbundes an. „Dem Bewegungsdrang der Schüler muss man nicht mit Ergometern nachgeben“, bestätigte Grünen-Ratsherr Jens Volbert. FDP-Ratsfrau Marion Daniel wollte die Idee allerdings nicht vollständig ad acta legen: „Wenn eine Schule sagt: ‚Für uns ist das was‘, können wir ja erneut darüber nachdenken.“

SPD-Ratsherr Marcel Dönike hatte den Antrag eingereicht, Ergometer in Schulklassen einzuführen. Er selbst konnte seinen eigenen Antrag während der Sitzung allerdings nicht verteidigen, weil er die Sitzung leitete.

Gemeindejugendpflegerin lobt Kooperation zwischen Jugendhäusern und Schulen

Dass nicht nur Bewegung für junge Menschen wichtig ist, verdeutlichte der Bericht der Gemeindejugendpflegerin Hille Krenz. Sie koordiniert und begleitet beispielsweise die Jugendhäuser Trend in Ganderkesee und Kaffeepott in Bookholzberg. „Die Kooperation der Jugendhäuser mit den Schulen läuft gut. Das bricht den Schulalltag auf“, fand sie. Außerdem erinnerte Krenz daran, dass mit den Sommerferien auch die Ferienpass-Zeit beginnt. „Es wird gut 100 Angebote geben“, betonte sie.

Zum Blacklight-Sport am vergangenen Wochenende seien 110 Besucher gekommen. „Die Veranstaltung hat zum fünften Mal stattgefunden“, sagte die Gemeindejugendpflegerin. „Jetzt pausieren wir mit dem Blacklight-Sport, um wieder etwas anderes zu machen.“

Jugendparlament wird Jugendrat

Auch beim Jugendparlament will die Jugendpflege etwas ändern: „Ich wurde darauf angesprochen, dass ‚Jugendparlament‘ viel zu hoch gegriffen sei. Und in Ganderkesee gibt es auch gar kein Parlament, sondern einen Rat“, begründete Krenz die Entscheidung, weswegen das Teilhabeprojekt jetzt Jugendrat heißen soll. Außerdem soll der Jugendrat in einen Bookholzberger und einen Ganderkeseer Rat aufgeteilt werden.

„Zweimal im Jahr soll es aber große Sitzungen geben, bei denen beide Gruppen im Rathaus tagen“, informierte Krenz.


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